Gesundheitsberatung und Aufklärung
Warum wir uns einsetzen – tief sitzende Traumata
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- Ruine
Derzeit befindet sich das tschetschenische Gesundheitssystem im Wiederaufbau. Infolge des Krieges ist die Ausbildung des Personals jedoch mangelhaft. Korruption ist ein weit verbreitetes Problem. Die – offiziell kostenlose – Versorgung für die größtenteils verarmte Bevölkerung wird unerschwinglich. Der Mangel an Wissen und Vorsorge hat dramatische Auswirkungen: Erkrankungen, die durch Stress und im Krieg erlittene Traumata ausgelöst wurden, bleiben unbehandelt. Die Kindersterblichkeit ist überdurchschnittlich hoch. Infektionskrankheiten wie AIDS oder TBC nehmen zu. Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt – viele Frauen und Mädchen bleiben mit ihren Sorgen und Nöten allein.
Was wir tun – Gespräche und Therapien
Die Psychologin in Grosny bietet sowohl Gruppensitzungen wie Einzelgespräche an. Sie berät Frauen und begleitet sie bei der Bewältigung von Ängsten, Depressionen und Stress, die durch die Traumatisierung entstehen. Der Verlust von Angehörigen und die unsichere Zukunft sind ebenso Thema wie häusliche Gewalt und sexuell motivierte Übergriffe, die zahlreiche Frauen erleben.
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- Gruppentreffen in Grozny
Zusätzlich zum Therapieangebot sucht die Psychologin regelmäßig Schulen auf und klärt Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitung und Schülerinnen und Schüler über die Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper auf. In diesen Gesprächen weist sie auf Anzeichen für eine Traumatisierung und ihre Folgen hin und informiert über mögliche Hilfen.
Sowohl im Frauenzentrum als auch in den Flüchtlingswohnheimen berät die Gynäkologin kostenlos Frauen,
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- Gynälologin im Zentrum
Zusätzlich besucht die Gynäkologin Schulen in Grosny und im Umland, um sich ein Bild vom Wissens- stand der Jugendlichen zu machen. In Gesprächen mit dem Direktorat wirbt sie um Aufmerksamkeit für die Problematik. Darüber hinaus bietet sie gezielt Unterrichtseinheiten zu Gesundheitsthemen an, die von den Mädchen sogar während der Schulferien genutzt werden.
Was wir erreichen – Bewältigung und Vertrauen als Basis
Jahr für Jahr helfen wir Hunderten von Frauen, ihre schwierigen Lebensumstände besser zu bewältigen. Das bedeutet auch eine Entlastung der Angehörigen und des Familienlebens, denn die Frauen tragen immer noch die Hauptverantwortung für das Wohlergehen aller Verwandten. Vor allem aber finden die Betroffenen in der Psychologin und den anderen Teilnehmerinnen Vertraute, die ihnen zuhören, wenn Verzweiflung und Schmerz zu groß werden. Sie stützen sich gegenseitig und stärken sich den Rücken, wenn sonst niemand für sie da ist.Daraus schöpfen viele Frauen Kraft und Hoffnung, auch wenn ihre täglichen Lebensumstände alles andere als hoffnungsvoll sind.
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- Team in Grozny
Unsere Partnerin in Tschetschenien: Zhenshchiny za razvitie
Das Projekt wird finanziert von Secours Catholique, der UNO Flüchtlingshilfe, dem Weltgebetstag der Frauen (WGT), der TOWAE-Stiftung, der Diakonie Baden, der Humanitären Hilfe Berlin und durch Spenden an AMICA.
Im Jahr 2010 drehte Lucy Ash von BBC die Dokumentation Stolen Brides (engl.) über Brautraub und Zwangsverheiratung und die Arbeit unserer Partnerorganisation in Grozny.





