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Frauen erleben Krieg anders. Sie sind anderen Bedrohungen und Gewalterfahrungen ausgesetzt als Männer und tragen – oft selbst schwer traumatisiert – die Lasten des Alltags in vielen Fällen allein. Unter katastrophalen Bedingungen müssen sie sich um das Überleben der Familie und die Versorgung ihrer Angehörigen kümmern. Nach der Zerstörung errichten sie häufig die ersten neuen sozialen Netze und tragen langfristig zum Wiederaufbau nach den Kriegen bei.
Wenn die männlichen Angehörigen zurückgekehrt sind, müssen sich die Frauen jedoch häufig von neuem unterordnen. Ihre Lage ist oft schlechter als zuvor, denn Krieg führt häufig zu einer Verrohung der Gesellschaft. In manchen Regionen ist das erneute Erstarken eines streng patriarchalen Wertesystems zu beobachten, das den Frauen kaum Rechte zubilligt.
Deshalb setzt sich AMICA e.V. für Frauen und Mädchen ein, die in Nachkriegsregionen und Krisengebieten leben. Die psychosoziale Arbeit umfasst viele Bereiche, denn die Probleme, mit denen die Betroffenen zu kämpfen haben, sind vielfältig. Die Schwerpunkte der AMICA-Projekte liegen auf folgenden Themen:
