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Chronik von AMICA e.V.

2018

1. März: AMICA wird 25 Jahre alt. Bei einer Schulung für die Partnerorganisation aus Bengasi, Libyen geht es um Teambuilding, individuelles Coaching und Selbstfürsorge. In Freiburg beteiligt AMICA sich mit einer Podiumsdiskussion zu "Früh- und Zwangsverheiratungen" am städtischen Programm zum Internationalen Frauentag. Die Badische Zeitung berichtet.

April: In Berlin nimmt AMICA regelmäßig an Sitzungen des BMZ Genderthementeams und am Bündnis 1325 teil. Im Libanon laufen unterdessen die Beratungen für geflüchtete syrische und einheimische Frauen und die kunsttherapeutischen Angebote weiter.

Mai: In Freiburg startet das Projekt "Was uns stark macht. Empowerment für Frauen und Mädchen". Durch Workshops, Vernetzungsbesuche und Gruppenangebote soll die Integration geflüchteter Frauen erleichtert und das Netzwerk in der Stadt gestärkt werden.

Juni: Als Dank für fünfundzwanzig Jahre Freundschaft mit den Frauenwerken der Nordkirche finden die diesjährige AMICA-Mitgliederversammlung und das Sommerfest in Kiel statt.

Juli: In Jordanien nimmt AMICA auf Einladung der GIZ an einem Symposium zu psychosozialer Unterstützung teil. In Libyen erweitern die Projektpartnerinnen trotz der bürgerkriegsähnlichen Zustände ständig ihr Beratungs- und Weiterbildungsangebot.

August: In Bosnien-Herzegowina unterstützt AMICA gemeinsam mit einer neuen Partnerorganisation Landfrauen, die unter den Folgen des Kriegs leiden und als Zeuginnen zu wenig Unterstützung erhalten.

September: In der Ukraine startet das erste Projekt mit einer Partnerorganisation aus Mariupol. Mobile Teams fahren in 15 Dörfern in der Demarkationslinie, beraten Betroffene und unterstützen den Aufbau von Selbsthilfegruppen.

September: In Freiburg veranstaltet AMICA auf dem Gelände der FABRIK den internationalen Fachtag "Was uns stark macht. Empowerment für Frauen und Mädchen". Neben knapp 100 Fachkräften aus Deutschland nehmen Projektpartnerinnen aus Libyen, Syrien, dem Libanon, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine teil.

Oktober: Die Projektpartnerin im Libanon setzt sich in einer Arbeitsgruppe für einen besseren gesetzlichen Schutz für Frauen ein, die Opfer häuslicher Gewalt werden. Gleichzeitig betreibt das Beratungszentrum ein Notfalltelefon für Frauen in Krisensituationen.

25. November: AMICA wird mit dem Helga-und-Werner-Sprenger-Friedenpreis der INTA-Stiftung in Freiburg ausgezeichnet.

2017

Januar: Die Schulungen für syrische Menschenrechtsaktvistinnen werden fortgesetzt. In diesem Jahr geht es vor allem um die Anti-Diskriminierungskonvention der Vereinten Nationen, auch bekannt unter der englischen Abkürzung CEDAW.

Februar: Die Schweizer Journalistin Christina Brun stellt ihre Fotoreportage aus dem Libanon auf der MUNDOLOGIA in Freiburg vor. AMICA e.V. unterstützte sie bei ihrem Projekt.

März: Zum Internationalen Frauentag veranstalten AMICA e.V. und ihre Partnerinnen eine Podiumsdiskussion zum Thema "Frauen in der islamischen Welt". Drei Rednerinnen schildern in die Lage von Frauen in Afghanistan, Saudi Arabien und Libyen.

April: Im Rahmen einer Wirkungsanalyse befasst AMICA e.V. sich mit der Frage, was in den vergangenen 25 Jahren im Nachkriegsland Bosnien-Herzegowina für Frauen und Mädchen, aber auch in der Gesellschaft erreicht wurde. Die Ergebnisse sollen zum Jubiläum 2018 vorgestellt werden.

April: Als Eröffnung der CrossCulture Tour des Instituts für Auslandsbeziehungen zeigt AMICA e.V. in Freiburg die Ausstellung Syrian Elsewhere, die sich mit Fragen von Identität und Migration befasst.

Mai: Die Projekttreffen mit den libyschen Partnerorganisationen finden aufgrund der Kriegssituation nach wie vor im benachbarten Ausland statt. Dort erhalten die Teams zusätzlich Unterstützung durch Traumatherapeutinnen und -therapeuten.

Mai: In Bosnien-Herzegowina fördert AMICA e.V. mit einem neuen Projekt die Vernetzung und den Wissenaustausch von Landfrauen. Viele von ihnen sind Überlebende der Krieges von 1992 - 1995.

Juni: Im Libanon veröffentlichen Frauen, die häusliche Gewalt erleiden mussten, im Rahmen eines Workshops die "Briefe der Überlebenden an ihre Töchter".

September: Eine junge libysche Architektin und Menschenrechtsaktivistin aus Tripolis nimmt ihr Praktikum im AMICA-Büro in Freiburg auf.AMICA startet die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwennigen mit der gemeinsamen Entwicklung eines Zertifikatslehrgangs für alle, die mit Geflüchteten arbeiten.

Oktober: In Ägypten trifft AMICA sich mit beiden Projektpartnerinnen aus Libyen für eine Arbeits- und Trainingswoche. Reisen nach Tripolis und Bengasi sind nach wie vor zu gefährlich.

November: AMICA beteiligt sich zum wiederholten Mal mit verschiedenen Events an der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen."

November: Den ganzen Herbst über finden in Bosnien-Herzegowina Befragungen ehemaliger Klientinnen aus dem ersten Schutzhaus in Tuzla statt.

Dezember: In Russland und der Ukraine befragen Expertinnen vom Konflikt betroffene Frauen und halten Workshops ab.

2016

Januar: AMICA e.V. publiziert eine Schriftenreihe zum Thema Frauen und Krieg. Das erste Heft befasst sich mit der Situation in Ägypten, Libyen, Syrien sowie dem Nordirak.

Mai: Die junge Schweizer Fotografin Christina Brun führt im Libanon mit der Unterstützung von AMICA e.V. ihr partizipatives Foto- und Storytelling-Projekt My Picture, My Story durch. Libanesinnen und Syrerinnen erhalten eine Ausbildung in Fotografie und Bildbearbeitung.

Mai: Menschenrechtsaktivistinnen aus Syrien und dem Libanon nehmen an einem Training zur UN-Sicherheitsratsresolution 1325 Frauen, Frieden und Sicherheit teil.

Juni: AMICA e.V. nimmt an einer Veranstaltung zum Ukraine-Konflikt teil und spricht mit Länderexperten der OSZE. Bei einer Prüfmission sollen Kontakte zu lokalen Frauenorganisationen geknpüft werden.

August: Die libysche Partnerorganisation in Bengasi registert sich als eigenständige Nichtregierungsorganisation und eröffnet ein neues Beratungszentrum in einem sichereren Stadtteil.

September: AMICA e.V. bietet in Deutschland erstmals Fortbildungen zum Thema "Frauen und Mädchen im Krieg und auf der Flucht" an. Einer der ersten Termine ist die Regionalkonferenz der Landeszentrale für politische Bildung in Stuttgart.

September: AMICA e.V. erhält den Friedenspreis "Sievershäuser Ermutigung" für die Hilfe für durch Krieg und Flucht traumatisierte Menschen.

November: AMICA e.V. wird mit dem Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg für die Arbeit in Libyen geehrt und erreicht den 1. Platz in der Kategorie Nicht - Regierungsorganisationen und privates Engagement im Ausland.

2015

Februar: In Libyen herrscht seit Monaten Krieg. Die Arbeit im Frauenzentrum in Tripolis läuft trotz der großen Anspannung erfolgreich weiter. Das Zentrum in Benghazi ist dagegen bis auf weiteres geschlossen. Anfang des Jahres wird das Gebäude von 23 Schüssen getroffen. Niemand wird verletzt. Das Team arbeitet mobil in Notunterkünften.

Juni: Sozialarbeiterinnen betreuuen syrsiche Flüchtlingsfrauen im Libanon. 90% der Frauen haben Kinder, die meisten berichten über Erfahrungen mit Gewalt. Das Team vermittelt Klientinnen bei Bedarf an Psychotherapeuten, Rechtsmediziner, Anwälte oder Frauenschutzhäuser.

Oktober: Alleinerziehende und kriegsverwitwete Landfrauen in Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo sowie Rückkehrerinnen aus EU-Ländern (vorwiegend Roma-Frauen) nehmen an Schulungen zur ökonomischen Selbständigkeit sowie beruflicher Qualifizeirung teil.

Oktober: An einem von AMICA organisierten Expertentreffen in Jordanien nehmen Rechts- und Trauma -SpezialistInnen aus acht arabischen Ländern teil. Es geht um bessere Standards bei der Dokumentation von Kriegsverbrechen und beim Schutz von ZeugInnen und Überlebenden.

November: In Freiburg veranstaltet AMICA eine internationale Konferenz zum Thema UN-Frauenpolitik aktuell. Brennpunkte Ägypten, Libyen, Syrien und Nordirak. Die Schirmherrschaft übernimmt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Gäste kommen aus Ägypten, den Niederlanden, Libyen, Syrien und der Schweiz.

2014

Januar: AMICA führt in den an Syrien grenzenden Ländern eine Prüfmission durch. Ziel ist es, die Lage der Flüchtlinge in Jordanien, im Libanon und der Türkei zu erkunden. Auf der Reise kommt es zu Begegnungen mit zahlreichen Organisationen, die im Bereich Frauenrechte und Trauma arbeiten.

März: In Libyen geht das Projekt zur Stärkung von Frauen und zum Aufbau der Zivilgesellschaft in eine neue Runde. Diesmal wirken außenstehende Fachkräfte vor Ort daran mit, die neuen libyschen Organisationen aufzubauen. Die instabile Lage im Land erschwert die Arbeit der Partnerinnen.

Mai: Nach starken Regenfällen verwüstet eine Flut weite Teile Ost- und Südosteuropas. Betroffen sind auch fünf Dörfer in der Region Zvornik. Dort begann erst wenige Wochen zuvor ein Projekt, das die Landfrauen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Kooperativen unterstützt. Nun müssen sie neue Einkommensquellen suchen.

Juni: In London wird auf dem weltgrößten Gipfel gegen sexuelle Gewalt in Konflikten ein internationales Protokoll vorgestellt. Dadurch sollen in Zukunft Kriegsverbrechen besser dokumentiert und strafrechtlich verfolgt werden. Neben Vertreterinnen und Vertretern von mehr als 120 Regierungen nahmen auch über 1000 Fachleute an dem Treffen teil.

August: Die Zusammenarbeit mit der libanesischen Partnerorganisation beginnt. In der Bekaa-Ebene berät das Sozialarbeiterinnen-Team syrische Flüchtlingsfrauen und Libanesinnen.

2013

Januar: AMICA nimmt an der zweiten One-Voice-Konferenz in Libyen teil. Drei Tage lang diskutieren Frauen und hochrangige VertreterInnen aus Gesellschaft und Politik darüber, wie Frauenrechte in der zukünftigen Verfassung des Landes verankert werden sollen.

Frühjahr: Durch das neue NGO-Gesetz in Russland wächst der Druck auch auf unsere Partnerinnen in Tschetschenien. Wer Geld aus dem Ausland erhält, wird nun verstärkt überwacht. Auch die langjährige Partnerin von AMICA Zhenskoe Dostoinstvo (Frauenwürde) muss sich als Zhenshchiny za razvitie (Frauen für Entwicklung) neu registrieren.

April: Das Team aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Dheisheh bezieht ein neues Quartier bei der Organisation Wings of Hope for Trauma. Diese hat in der Altstadt Bethlehems ein Traumazentrum eingerichtet.

Juli: In Freiburg veranstaltet AMICA anlässlich des 20-jährigen Bestehens ein großes Sommerfest. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer der ersten Stunde sind mit dabei.

Dezember: In Berlin veranstaltet AMICA gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung eine internationale Konferenz zum Thema "(K)ein Frühling für Frauen? Politische Umbrüche und sexualisierte Gewalt: Beispiele aus den arabischen Transformationsländern". Neben zahlreichen deutschen und internationalen Fachleuten nehmen viele Organisationen und AktivistInnen aus Syrien, Ägypten und Libyen teil. Nach Berlin reisen auch Vertreterinnen fast aller AMICA-Partnerorganisationen und stellten ihr Fachwissen zur Verfügung.

2012

Februar: Im Kosovo findet ein Treffen mit allen Partnerinnen des Projekts „Gewalt gegen Frauen bekämpfen“ statt. Ziele sind ein intensiver Erfahrungsaustausch, der Aufbau einer gemeinsamen Internetplattform und eine stärkere Vernetzung der lokalen Organisationen. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmerinnen eine internationale Kampagne, die während der „16 Tage gegen Gewalt“ im Herbst stattfinden soll.

März/April: AMICA e.V. strukturiert sich neu. Die Arbeitsbereiche gliedern sich nun in den Schwerpunkt Osteuropa/ Kaukasus und Nahost/Nordafrika. Im April führt Judith Brand im Auftrag von AMICA eine Prüfmission in Libyen durch und trifft zukünftige Projektpartnerinnen sowie VertreterInnen zahlreicher Nichtregierungsorganisationen. Die Reise wird vom Auswärtigen Amt finanziert.

Mit der langjährigen Partnerorganisation Prijateljice ("Freundschaft") in Tuzla beginnt ein Projekt zum Zeuginnenschutz. Es geht um die Stärkung möglicher Überlebender von Kriegsverbrechen und ihre Befähigung zu einer Aussage vor Gericht. Geschult werden auch MitarbeiterInnen von Justiz und Behörden im Umgang mit traumatisierten Opfern von Gewalt.

In Tschetschenien beginnt die Kooperation zwischen zwei Projektpartnerinnen von AMICA. Zhenskoe Dostoinstvo ("Frauenwürde") und Sintem ("Beruhigte Seele") engagieren sich gemeinsam gegen häusliche Gewalt und bauen ein Netzwerk zum Schutz von Betroffenen auf.

August: In Rahovec, Kosovo feiert die Organisation "Youth for Tomorrow" das zehnjährige Bestehen des Jugend-Sommercamps, an dem Mädchen und Jungs aller Ethnien teilnehmen.

November/Dezember: Die gemeinsame Kampagne "Unite Against Violence - From Peace at Home to Peace in the World", an der sich fast alle AMICA-Partnerinnen beteiligen, wird ein großer Erfolg. Als Teil der weltweiten Kampagne während der 16 Tage gegen Gewalt (25.November bis 10. Dezember) finden in allen Ländern zahlreiche Medienevents, politische Kampagnen und kulturelle Veranstaltungen statt.

2011

Mai: Die Recherche in Libyen beginnt. Während und nach dem Bürgerkrieg kam es in dem nordafrikanischen Land offenbar zu gezielten Vergewaltigungen in größerem Umfang. AMICA e.V. prüft vorliegende Berichte und nimmt Kontakt zu möglichen Projektpartnerinnen auf, die sich für betroffene Frauen und Mädchen einsetzen.

Juni: Das Drei-Jahres-Projekt „Gewalt gegen Frauen bekämpfen“ startet und vernetzt die AMICA-Partnerinnen in Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und den besetzten palästinensischen Gebieten. Finanziert wird das Projekt überwiegend vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

November: Die AMICA-Konferenz „Zwischen Rollenerwartung und Lebenswirklichkeit. Frauenbilder im Islam und ihr Einfluss auf die Entwicklungszusammenarbeit“ findet in Freiburg statt.

Dezember: In Libyen beginnt ein Pilotprojekt zur Unterstützung kriegstraumatisierter und misshandelter Frauen.

2010

Januar: Im Kosovo beginnen die Hilfsmaßnahmen für alleinerziehende Mütter. Unter anderem wird ein landesweites SOS-Telefon eingerichtet, an das sich Frauen in Notsituationen wenden können.

April: AMICA e.V. nimmt zum ersten Mal mit der tschetschenischen Organisation „Sintem“ auf.

Im Sommer fährt erneut eine Gruppe von Jugendlichen aller Ethnien aus dem Kosovo ans Meer. Erzieherinnen begleiten die Arbeit in Workshops und die Freizeitaktivitäten.

Im Umland von Grozny klären Mitarbeiterinnen der AMICA-Partnerin "Frauenwürde" Mädchen an Schulen zu Gesundheitsfragen auf. Gruppen von Freiwilligen entstehen.

Oktober: AMICA wird mit dem Deutschen UNIFEM-Preis 2010 ausgezeichnet. Gewürdigt werden besonders "...die Bemühungen, die UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 als friedensfördernde Kraft in ehemaligen Konfliktgebieten zu nutzen." Die Preisverleihung findet in Berlin statt.

In Freiburg läuft die AMICA-Kampagne "AufRecht Stehen" mit Spots in Kinos, Postkarten- und Plakataktion und einer neu gestalteten Homepage.

2009

Januar: Die Friedensarbeit an mehreren Schulen beginnt. Geboten werden Workshops zu Menschenrechten, interkultureller Toleranz und Versöhnung.

Februar: In Banja Luka veranstaltet "Udruzene Zene" mit Unterstützung von AMICA e.V. eine Konferenz zu "Gendermainstreaming in Media. Experiences from the Region and from Western Europe".

Mai: Die Gesundheitsaufklärung in Tschetschenien auf das Umland von Grozny ausgeweitet. Auch in den Sommerferien nehmen die Mädchen an den Angeboten im Frauenzentrum teil.

September: Die Ergebnisse der Studie zur Situation alleinerziehender Mütter im Kosovo werden in Prizren öffentlich vorgestellt. Im Anschluss werden konkrete Hilfsmaßnahmen erarbeitet.

2008

Januar: In allen Frauenzentren in Bosnien werden Kindergruppen angeboten, die von Fachkräften betreut werden.

März: AMICA e.V. lädt 24 palästinensische Mädchen aus Israel und Palästina einer interkulturellen Begegnung mit Schülerinnen aus Freiburg ein.

März: In Grozny beginnt das Projekt zur Stärkung des Rechtsbewusstseins von Frauen und Mädchen in Tschetschenien in Kooperation mit „Frauenwürde“.

Mai: AMICA e.V. führt Schulung für die Sprecherinnen der Frauenvereine in Bosnien durch.

September: Mit der Frauenorganisation „Dora Dorës“ in Prizren, Kosovo startet AMICA e.V. eine Studie zur Lebenssituation von alleinerziehenden Frauen.

September: Tagung zum 15-jährigen Jubiläum von AMICA e.V. in Freiburg.

Oktober: AMICA e.V. beteiligt sich an einem Treffen von 32 MedienvertreterInnen, KandidatInnen und Vertreterinnen von Nichtregierungsorganisationen in Banja Luka, Bosnien. Besprochen wird die gendersensible Medienberichterstattung zum Kommunalwahlkampf.

November: Die Vorbereitungen zur Friedensarbeit in bosnischen Schulen laufen. Das Projekt startet im darauffolgenden Jahr.

2007

Januar: In Bosnien werden vier der sechs Frauenzentren, die mit Hilfe von AMICA e.V. von Rückkehrerinnen gegründet wurden, als eigenständige Vereine registriert. Das ganze Jahr steht im Zeichen der Vernetzung.

März: Anlässlich des Internationalen Frauentages fahren 65 Frauen und Kinder aus Dheisheh nach Jericho.

Mai: Die psychologische Betreuung wird auf mehreren Flüchtlingswohnheime und Schulen in Grozny, Tschetschenien, ausgeweitet.

Sommer: Die weiterverarbeiteten Produkte der Bäuerinnen im Kosovo, insbesondere eingelegte Paprika, finden in den Supermärkten im Kosovo sowie bei Händlern aus Albanien und Montenegro viele Abnehmer.

Juli: Im Flüchtlingscamp Dheisheh, Westjordanland, bietet die AMICA-Partnerin zahlreiche Seminare zu Themen wie Psychische Gesundheit, Gewalt in der Familie oder Kindererziehung.

September: Das Frauenzentrum in Grozny berät verstärkt zu Themen wie Schwangerschaft und Verhütung, körperliche Entwicklung in der Pubertät, Infektionskrankheiten sowie häusliche Gewalt.

Dezember: AMICA e.V. organisiert Schulungen für die Betreuerinnen der Kindergruppen in Bosnien. 3. Winterhilfe für über 500 Flüchtlinge in Tschetschenien.

2006

Januar: Auftakt des von der EU geförderten Projektes “Ecofriendly farming and marketing in Kosovo“ in Kooperation mit der Caritas Schweiz.

Februar: Für acht Fachkräfte aus dem Behindertenbereich im Kosovo organisiert AMICA e.V. eine Fortbildung in Freiburg.

August: Fertigstellung der zwei Stockwerke zur Einrichtung eines Frauenzentrums in Dheisheh im Westjordanland.

Weitere Jugendbegegnung mit kosovarischen TeilnehmerInnen in Ulcinj, Montenegro.

September: AMICA e.V. beginnt in Kooperation mit dem Frauenkomitee von „Ibdaa“ mit psychosozialen Angeboten für Frauen und Kinder im Camp Dheisheh.

November: Erste Kontakte zur Frauenorganisation „Dora Dorës“ in Prizren/Kosovo.

Dezember: 2. Winterhilfe für über 500 Flüchtlinge in Tschetschenien.

2005

Januar: Beginn eines weiteren Versöhnungsprojektes mit Frauen aller Ethnien aus dem Kosovo, begleitet von einer internationalen Friedensfachkraft.

Februar: Libkan Bazaeva gewinnt mit sechs anderen MitklägerInnen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Russland wegen schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien.

März: Beginn der Zusammenarbeit mit dem Frauenzentrum „Frauenwürde“ in Grozny/Tschetschenien.

Juli: Foto-Versöhnungsprojekt der Kontaktgruppe Srebrenica- Tuzla in Bosnien und Ausstellung „Unsere Sicht. 12 Frauen aus Srebrenica / Von welcher Seite kommt ihr? 12 Männer aus Bosnien“ in der Ausstellungshalle L6 in Freiburg. http://www.barbara-hartmann.de/unsere-sicht01.htm

August: Erstes multiethnisches Jugendcamp mit TeilnehmerInnen aus dem Kosovo in Ulcinj/ Montenegro.

November: Besuch von 4 MitarbeiterInnen der Partnerorganisation „Udruzene zene“ aus Bosnien-Herzegowina zum ExpertInnenaustausch über Gender Mainstreaming in Freiburg.

2004

März: Im Kosovo kommt es zu Ausschreitungen gegen die dort verbliebene serbische Minderheit. Die albanischen Frauen von „Hareja“/ AMICA e.V. statten den serbischen Frauen einen Solidaritätsbesuch ab, dadurch kann die Zusammenarbeit zwischen den Frauen weitergehen.

Mai: Das Projekt für nach dem Krieg zurückgekehrte Frauen in Bosnien wird um zwei weitere Dörfer ausgebaut.

Juni: AMICA e.V. und das Frauenkomitee der palästinensischen Organisation „Ibdaa“ vereinbaren eine neue Kooperation.

Juli: Durchführung eines Versöhnungsprojektes in sechs ländlichen Gemeinden im Raum Banja Luka / Prijedor in Kooperation mit „Udruzene zene“.

Erstes Treffen mit Libkan Bazaeva, Gründerin des Frauenzentrums „Frauenwürde“ in Grozny, Tschetschenien.

November: Beginn des Baus von zwei Stockwerken zur Errichtung eines Frauenzentrums im Zentrum des Flüchtlingslagers Dheisheh , Palästina.

Durchführung von Winterhilfemaßnahmen für Kosovo und Bosnien. Finanziert vom Auswärtigen Amt, kauft und liefert AMICA an sozial schwache Familien Holz und Grundnahrungsmittel.

2003

Januar: Das Rückkehrprojekt in Bosnien beginnt: In vier Dörfern werden nach dem Modell der Stadtteilclubs in Tuzla Zentren für zurückgekehrte Frauen und Kinder eingerichtet.

Februar: Konferenz zum zehnjährigen Bestehen von AMICA e.V. in Freiburg.

In Mazedonien geht das Nähprojekt in Betrieb.

Juli: Im Kosovo öffnet das neu gebaute Frauenzentrum in Orahovac/ Rahovec mit einem Festakt am 12. Juli seine Türen.

Beginn der Zusammenarbeit mit der lokalen NRO „Udruzene zene“ in Banja Luka zur Sensibilisierung für Frauenrechte in der Öffentlichkeit.

September: Erste Projektreise und Kontakte nach Palästina/ Israel.

2002

Januar: „Amica hilft in Bosnien e.V.“ wird zu „AMICA e.V.“ AMICA e.V. beschließt eine Ausweitung der Aktivitäten in den Bereich Bekämpfung von Frauenhandel und Projektarbeit in Richtung Palästina/ Israel.

Mai: In Velika Hoca/Kosovo wird die Partnerorganisation „Jefimija“ als lokale NRO registriert und als gemeinnützig anerkannt.

April: Eröffnung der Frauenfahrschule in Orahovac/ Rahovec im Kosovo.

August: AMICA e.V. sammelt Schulpakete für sozial schwache Kinder in Mazedonien. Im Kosovo findet neben multiethnischen Kinderfreizeiten erstmals auch eine multiethnische Begegnungsfahrt für Frauen statt.

September: Koordinatorinnentreffen in Freiburg. Gemeinsam werden weitere Schritte in der Zusammenarbeit erarbeitet und eine intensivere Vernetzung zwischen den Partnerorganisationen vereinbart.

Im Projekthaus in Mazedonien starten multiethnische Vorschulklassen. Im Kosovo wird das Angebot um zwei Kindergruppen für behinderte Kinder erweitert. In Tuzla/Bosnien wird das „Zentrum für unternehmerische Tätigkeiten von Frauen“ eröffnet, in dem eine Wäscherei, aber auch andere Einkommen schaffende Maßnahmen Platz haben.

Dezember: Die Gärtnerei in Tuzla/BiH schließt nach mehreren Rückschlägen.

2001

Frühjahr: Die ethnischen Spannungen zwischen slawischen und albanischen Mazedoniern eskalieren. Im Kosovo verteilt AMICA e.V. Hygieneartikel und Kleider an Flüchtlinge aus Mazedonien. Die Partnerorganisation Hareja beginnt mit dem Bau eines Zentrums für Frauen und Kinder im Stadtzentrum von Orahovac/Rahovec.

Mai: Zusammenlegung der Stadtteilclubs in Solina und Slavinovici aufgrund der Spendeneinbrüche und der zunehmenden Rückkehr der Flüchtlinge, die in Solina lebten.

Juni: Versöhnungsprojekt Srebrenica-Tuzla: 12 bosniakische Frauen, die aus Srebrenica geflohen waren, und 12 serbische Frauen, die heute in Srebrenica leben, besuchen gemeinsam einen Workshop auf der Insel Brac.

Sommer: Trotz der ethnischen Spannungen in Mazedonien findet eine multiethnische Freizeit für Kinder aus sozial schwachen Familien am Ohridsee statt.

September: Die Projekte in Mazedonien bekommen ein neues Haus: AMICA e.V. zieht um in das „Pionierhaus“ im Stadtzentrum von Gostivar.

2000

Januar: AMICA e.V. beginnt die Arbeit in Orahovac/Rahovec im Kosovo. Auf albanischer wie auch auf serbischer Seite werden Zentren eröffnet. Programme für Frauen und Kinder starten, erste Maßnahmen zur Existenzsicherung werden initiiert. Kontakt gibt es nur über Satellitentelefone, der reguläre Flugbetrieb ist noch nicht wieder aufgenommen.

März: 6 Mitarbeiterinnen aus dem Beratungs- und Weiterbildungszentrum (vormals „Projekthaus“) in Tuzla/BiH besuchen AMICA e.V. und verschiedene Frauenorganisationen in Freiburg.

April: Eröffnung des Projekthauses in Gostivar/ Mazedonien. Vormittags werden Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder betreut. Der erste multiethnische Kindergarten wird eröffnet, nachmittags gibt es Angebote für einheimische Frauen aller Ethnien.

August: Koordinatorinnentreffen mit Mitarbeiterinnen aus Bosnien, Mazedonien und dem Kosovo in Freiburg. Ende August organisiert AMICA e.V. in Zusammenarbeit mit dem „Komitee für Grundrechte und Demokratie“ Ferien vom Krieg für 60 albanische, serbische und Roma-Kinder.

In Tuzla entwickelt sich aus den Schulprogrammen ein Versöhnungsprojekt zwischen Schulen im serbischen und im föderativen Teil Bosnien-Herzegowinas.

Oktober: AMICA e.V. bietet Schulkurse für Frauen im Kosovo an und ermöglicht einer Vielzahl von Frauen, ihren Schulabschluss nachzuholen.

1999

März: Beginn des Kosovokrieges. Der Vorstand von AMICA e.V. beschließt eine Ausweitung der Vereinsaktivitäten auf Mazedonien und Kosovo. Eine Vorbereitungsgruppe fährt nach Mazedonien und trifft sich dort mit lokalen Frauenorganisationen.

Juli: Beginn der Hilfsmaßnahmen in Gostivar/Mazedonien. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes verteilt AMICA e.V. Lebensmittel- und Hygienepakete.

September: In Mazedonien nehmen 60 Kinder an einer multiethnischen Ferienfreizeit teil. Eine Informationsfahrt in den Kosovo bringt noch keine klare Entscheidung über ein zukünftiges Projekt.

1998

Frühjahr: Angebot von Schulprogrammen für insgesamt 3192 Flüchtlingskinder, die aus Westeuropa nach Bosnien zurückkehren (1998-1999).

August: 250 Kinder nehmen an einem Urlaubsprogramm an der Adria teil.

November: Beginn des Versöhnungsprojekts Tuzla-Srebrenica. Die serbische Leiterin des neuen Clubs in Srebrenica besucht Flüchtlingsfrauen aus Srebrenica in den Stadtteilgruppen.

November: Erstes Urteil des Internationalen Tribunals für Verbrechen im früheren Jugoslawien (ICTY) wegen Vergewaltigung: Erstmals wurde Vergewaltigung völkerrechtlich als Kriegsverbrechen geahndet.

1997

Frühjahr: Aus „Amica – Hilfe für Menschen Im Krieg“ wird „Amica – hilft in Bosnien e.V.“ Eröffnung der Gärtnerei in Tuzla. Beginn der Abendschule für Frauen und Männer in Tuzla. Koordinationstreffen in Freiburg.

Mai: Eröffnung der Wäscherei. Eröffnung des Kindergartens.

August: 400 Kinder verbringen „Ferien vom Krieg“.

November: ECHO und AMICA e.V. veranstalten in Freiburg das Forum „Handeln statt vergessen“. Mit dabei: 200 TeilnehmerInnen, Hans Koschnik, MitarbeiterInnen des Auswärtigen Amtes, der Caritas und von ECHO.

1996

Juli: Gründung des bosnischen Partnervereins „Prijateljice“ (Freundin). Beginn mit Weiterbildungsprogrammen und Nähwerkstatt.

Herbst: Projekthausleitung geht an Altaira Kravac über. Mit Finanzhilfe des Komitees für Grundrechte organisiert AMICA e.V. erstmals für 185 Kinder Ferien an der Adria. Gründung des Clubs Solina.

1996 fahren 14 Transporte mit Lebensmitteln und Hygieneartikel.

1995

April: Koordinationstreffen mit sieben Organisationen. Gabriele Herbert übernimmt die Leitung des Projekthauses, Almut Dietrich die Büroleitung in Freiburg.

Mai: Am 25. Mai sterben in Tuzla 72 Jugendliche bei einem Granateneinschlag. Viele MitarbeiterInnen des Projekthauses verlieren Freunde und Verwandte. Einrichtung eines Nottelefons für Angehörige der Opfer.

Juli: Srebrenica fällt. Fast 8000 Menschen werden ermordet. Viele fliehen nach Tuzla. Eröffnung der ersten Stadtteilgruppe in Slavinovici namens „Prijatejica“, zu deutsch „Freundschaft“.

November: Eröffnung der Stadtteilgruppe in Simin Han. Die Clubs sind Anlaufstellen für Frauen, die das Programm des Projekthauses beendet haben.

Dezember: Friede von Dayton.

In diesem Jahr werden 13 Transporte im Wert von 450.000 DM nach Tuzla gefahren.

1994

Mai: Der Verein „Hilfe für Menschen im Krieg“ St. Märgen geht über in den Verein „Amica - Hilfe für Menschen im Krieg e.V.“.

Juli: Reiner Rothweiler wird in Tuzla für die Verteilung der Hilfsgüter fest angestellt.

Oktober: Eröffnung des Projekthauses am 31. Oktober.

November: Tuzla wird stark beschossen. Der Betrieb im Projekthaus darf wegen des Versammlungsverbotes nicht weitergeführt werden. Die Frauen kommen trotzdem. Weitere Hilfstransporte.

1993

Januar: Die Stadt Freiburg stellt als Lager für Hilfsgüter ein stillgelegtes Freibad zur Verfügung.

April: „Hilfe für Menschen im Krieg e.V.“, „Frauen helfen Frauen im Krieg“ und „Hilfe für Frauen und Kinder im Krieg Fabrik e.V.“ arbeiten in Freiburg zusammen. Ziel: Verteilung von Hilfsgütern in kroatischen Flüchtlingslagern und in Tuzla.

Juni: AMICA wird erstmals offiziell registriert als „Hilfe für Menschen im Krieg e.V.“.

August: Vorbereitungstreffen der Hilfsprojekte „Tuzla“ und „Ivanic Grad“ mit 15 Organisationen in Freiburg.

September: Elke Oehme übernimmt die erste hauptamtliche Stelle in Freiburg.

Oktober: Beginn der psychotherapeutischen, gynäkologischen und sozialtherapeutischen Arbeit im „Zentrum für Schutz und Hilfe der Frauen (Amica)“ in Tuzla durch Frau Dr. Kreitmeyer.

1993 wurden Hilfsgüter im Wert von ca. 300.000 DM gespendet.

1992

Januar: EU-Anerkennung für Slowenien und Kroatien.

April: EU erkennt Bosnien-Herzegowina als Staat an. Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen. Im ersten Kriegsmonat werden 1300 Zivilisten getötet.

Juni: Menschenrechtsverletzungen und massive Gewalt als Kriegswaffe gegen Frauen rütteln die Deutschen auf.

August: Erste Kontakte zu der Gynäkologin Frau Dr. Kreitmeyer in Tuzla.

Sommer: Beginn der „Bosnienhilfe“ in Freiburg. Lebensmitteltransporte
für kroatische Flüchtlingslager und nach Tuzla.



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