seit 1993 in Deutschland

Über Öffentlichkeitsarbeit und politische Lobbyarbeit in bundesweiten Bündnissen machen wir auf die Situation von Frauen in Kriegs-und Krisenregionen aufmerksam und tragen die Expertise unserer Projektpartnerinnen nach Deutschland.

Was uns stark macht

 

Ressourcenorientiertes, kultursensibles Empowerment für geflüchtete Frauen

Im Mai 2018 startete das gemeinsame Pilotprojekt von AMICA e.V. und der FABRIK Freiburg. Über einen Zeitraum von 10 Monaten wird die soziale Teilhabe, Integration und Inklusion von Geflüchteten und insbesondere von geflüchteten Frauen und Mädchen in Freiburg, durch die Ausbildung interkultureller Tandems gefördert. Das Besondere an dem Projekt: Die Tandems werden zu Multiplikatorinnen ausgebildet, um geflüchteten Menschen in Freiburg auch über die Grenzen des Projekts hinaus nachhaltige Unterstützung bieten zu können. Teilnehmerinnen aus Deutschland, Afghanistan, Syrien, Serbien und weiteren Ländern beteiligten sich im Café der FABRIK an der Gestaltung des Projekts.

Warum wir uns einsetzen: Nachhaltige Unterstützung für geflüchtete Frauen und Mädchen

 

Im Krieg und auf der Flucht sind Frauen und Mädchen besonderen Gefahren und Risiken ausgesetzt. Sie erleiden nachweislich häufiger (sexualisierte) Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung als Männer und Jungen. Die Angst vor Ausgrenzung und Stigmatisierung verhindert, dass geeignete Hilfe in Anspruch genommen wird. Gewalt wird vermehrt als Fluchtgrund angegeben. Sie setzt sich jedoch oftmals auch in Aufnahmeländern, einschließlich Deutschland, fort.

Geflohene Frauen und Mädchen sind in Aufnahmeländern in vielerlei Hinsicht benachteiligt. Sie stellen in Deutschland die kleinere Gruppe der geflohenen Menschen dar und es ist besonders schwierig, ihre Integration in die Gesellschaft nachhaltig zu fördern. Viele der Frauen und Mädchen leben isoliert in ihren Gemeinschaften, sind schwer zu erreichen und nehmen an den bereits existierenden Angeboten gar nicht, oder nicht dauerhaft teil. Das neue Projekt soll hier anknüpfen und vor allem eins bewirken: Fortwährende Unterstützung.

 

Was wir tun: Die Ausbildung interkultureller Tandems zu Botschafterinnen

 

Am 12. Mai kamen ca. 40 große und kleine Teilnehmerinnen aus Deutschland, Afghanistan, Syrien, Serbien und weiteren Ländern im Café der FABRIK zu einem Brunch zusammen und beteiligten sich mit eigenen Wünschen und Ideen rege an der Gestaltung des Projekts. Die Vorschläge reichten von Tanzangeboten über Themen wie Sport, Sprache und interkulturelle Verständigung bis hin zu Bereichen wie Arbeit, Selbstfürsorge und (Bürger-)Rechte. In den kommenden zehn Monaten werden die Tandems dazu befähigt, eigenständig auf neu zugewanderte Freiburgerinnen zuzugehen und diese zu verschiedenen Gruppenaktivitäten einzuladen. Insgesamt nehmen die Teilnehmerinnen an vier Workshops und zusätzlichen Vernetzungstreffen teil.

Ziel des Vorhabens ist es, dass sich die Teilnehmerinnen besser kennenlernen und sich mit den Anlaufstellen und Angeboten in der Stadt vertraut machen. Die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke sollen in einer „Freiburg Map“ festgehalten werden – eine Karte von Freiburgs Freizeitangeboten, die den Frauen auch nach dem Projekt zur Verfügung steht.

 

Was wir bewirken: Isolationen durchbrechen und Strukturen schaffen

 

Höhepunkt des Projekts war der internationale Fachtag von AMICA e.V. am 29. September 2018. Eingeladen waren neben Fachkräfte aus Projektländern wie Libyen, Libanon, Syrien und Bosnien-Herzegowina alle Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit der Betreuung und Begleitung geflüchteter Menschen befassen. Beim Fachtag ging es vor allem um Austausch und Vernetzung und um die besonderen Stärken und Kraftquellen aller Beteiligten. Abends fand der Festakt 25 Jahre AMICA statt.

 


Das Projekt wurde durch Spenden an AMICA e.V. ermöglicht und unterstützt von der Fabrik, Aktion Mensch und der Volksbank Freiburg.

AMICAs weltweit!

Подруги по всьому світу
Djevojke širom svijeta
الصديقات في جميع أنحاء العالم

Spenden