AMICA in der Ukraine

Die Ukraine ist unter Beschuss. Die Strom- und Wasserversorgung sind Ziel tagtäglicher Raketenangriffe, so wie auch Wohnhäuser und Krankenhäuser. Eine Deeskalation ist nicht in Sicht. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation bieten wir seit 2018 Frauen, die unter den Folgen traumatischer Gewalterfahrungen leiden, psychosoziale Beratung und Schutzräume an.

» Hintergrund

Krieg und Flucht

Die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten der Ukraine sind katastrophal. Unsere Partnerinnen in der Ukraine betonen aber immer wieder: „Es gibt keinen sicheren Ort in der Ukraine, auch im Westen nicht“.

Seit der Angriff Russlands auf die Ukraine 20222 wurden 10 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen, darunter leben 3,7 Millionen innerhalb des Landes als Binnenvertriebene (Quelle: UNHCR). Die meisten sind Frauen und Kinder. Viele dieser Menschen fliehen nicht zum ersten Mal vor dem Krieg, denn der Konflikt in der Ukraine ist nicht neu: Im Osten der Ukraine leben seit 2014 die Menschen im Krieg.

Mehr zum Hintergrund

Zahlen aus dem Jahr 2026

10,8 Mio.
Menschen in der Ukraine sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Quelle: UNO Flüchtlingshilfe 2026

5,9 Mio.
ukrainische Geflüchtete weltweit. Der Großteil von ihnen sind Frauen & Kinder.

Quelle: UNO Flüchtlingshilfe 2026

3,7 Mio.
Menschen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht.

Quelle: UNO Flüchtlingshilfe 2026

» Besonders gefährdet

Frauen und Mädchen im Konfliktgebiet und auf der Flucht

Seit der Annexion der Krim 2014 durch Russland berichten insbesondere Frauen von systematisch eingesetzten sexualisierten Übergriffen. Seit dem erneuten Angriff auf die gesamte Ukraine im Februar 2022 wurde der Einsatz sexualisierter Kriegsgewalt durch russische Soldaten vielfach nachgewiesen.

Viele Frauen sind zudem generell durch den Krieg mehrfach traumatisiert und haben diverse Formen von Gewalt erlebt. Sie leiden unter Stress, Angststörungen, Panikattacken und dem Gefühl massiver Hilflosigkeit, da der Alltag und das dauerhafte Leben unter ständigem Beschuss, Bedrohung und Unsicherhheit sehr belastend ist.

Frauen sind zudem infolge des Krieges häufig allein für die Versorgung ihrer Familien verantwortlich. Sie brauchen ein verlässliches Einkommen, eine sichere Unterkunft, medizinische Versorgung und Schulen für die Kinder. Viele haben aber ihr Haus oder ihre Arbeit verloren. Gleichzeitig erhalten sie immer weniger staatliche Unterstützung, da z.B. Schulen weiterhin geschlossen bleiben.

Besonders schwer ist es für Frauen, die vor dem Konflikt geflohen sind oder aus ihren Heimatorten vertrieben wurden: Sie müssen eine neue Einkommensquelle finden, mehr Sorgearbeit leisten und haben zunächst weder Unterkunft noch Kontakte vor Ort.

Gerade in Kriegszeiten wird die mentale Gesundheit oft vernachlässigt. Dabei schränken Dauerstress und existentielle Ängste die Handlungsfähigkeit massiv ein. Psychosoziale Beratung und Unterstützung zur Selbstfürsorge sind daher essenziell: Sie helfen Frauen und Kindern, innerlich zur Ruhe zu kommen und die nötige Kraft für einen Neuanfang zu finden.
XX, AMICA

 

Geschützte Räume und solidarische Netzwerke für traumatisierte Frauen

Mit unseren ukrainischen Partnerorganisationen unterstützen wir Frauen und Mädchen, die Krieg und Gewalt erlebt haben. Wir bieten ihnen Schutzräume, in denen sie an Gruppenaktivitäten wie Kunsttherapie oder körperorientierte Traumatherapie teilnehmen können. Begleitet werden sie von Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen, bei denen sie ihre Traumata aufarbeiten und Hilfe finden können, um ihr Leben neu zu gestalten.

» Region von Iwano-Frankiwsk (Westen der Ukraine)

Wichtige Anlaufstelle für Binnenvertriebenen

Das Beratungszentrum unserer langjährigen Partnerorganisation Berehynia ist eine wichtige Anlaufstelle für Frauen, die nach Februar 2022 aus den östlichen Gebieten fliehen mussten, von geschlechtsbasierter Gewalt betroffen und schwer traumatisiert sind [Link zum Projekt]. Unsere Zusammenarbeit mit Berehynia hat 2018 angefangen – damals in Mariupol, wo die Organisation sich 2014 gegründet hatte, um vertriebene Frauen aus den Regionen Donezk und Luhansk zu unterstützen.

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» Region Dnipropetrowsk (Osten der Ukraine)

Solidarische Gemeinschaften unweit von der Konfliktlinie

Unsere Partnerorganisation Svity aus Pokrow bietet in sicheren Räumen traumapädagogische Angebote, Gruppenformate und Bildungsprogramme für Frauen und Kinder, die durch Krieg, Vertreibung und Gewalt belastet sind.
Neben der neu gegründeten NGO Svity unterstützen wir mehrere lokale Fraueninitiativen in verschiedenen Gemeinden der Region Dnipropetrowsk. Viele dieser Gruppen sind während des Krieges aus zivilgesellschaftlichem Engagement heraus entstanden und leisten wichtige Unterstützung für Frauen und Familien in ihren Gemeinden. Mit unserer Zusammenarbeit fördern wir die Aktivitäten dieser Fraueninitiativen und stärken diese meist informellen Strukturen, damit sie sich nachhaltig etablieren. Dies geschieht über gemeinsame Projekte und über unsere Mini-Grants.

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» Für eine starke Zivilgesellschaft

Warum es wichtig ist, kleine lokale Fraueninitiativen ist stärken

>>> unseren Ansatz erklären, insb. mit den Mini-Grants (Ukraine, Bosnien, Kamerun) und was wir damit erreichen wollen. Mit Zitaten und Stories ergänzen.

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» Portrait
„Die Hoffnung habe ich nicht verloren“

Marina ist eine Frau, die nicht tatenlos zuschauen kann. Krieg und Flucht kennt sie aus eigener Erfahrung. Geboren ist sie im Osten der Ukraine – eine Region, die sich seit 2014 Jahren im Krieg befindet. Vieles musste sie zurücklassen, die Hoffnung aber niemals.

» Mehr zum Thema

Putins Krieg gegen die Frauen, Sofi Oksanen, Kiepenheuer&Witsch, 2024


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Kontext

Ein anhaltender Krieg seit 2014


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