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VIERUNDSIEBZIG – Lesung mit Ronya Othmann

16. Mai um 19:30 - 21:30

„Ich habe gesehen. Das Ich ist ein Zeuge. Es spricht, und doch hat es keine Sprache.“ Ronya Othmann sucht in ihrem Roman „Vierundsiebzig“ (Rowohlt, 2024) Worte für das Unaussprechliche, eine Form, um vom Genozid an der êzîdischen Bevölkerung durch den IS zu erzählen, der als „Ferman 74“ erinnert wird. Ihre Suche führt die Erzählerin an die Tatorte und Frontlinien, zu Überlebenden in Flüchtlingscamps, in Wohnzimmer von Verwandten und in ein êzîdisches Dorf in der Türkei, in dem heute niemand mehr lebt.

Hinsehen, zuhören, Zeugnis ablegen. Bilder, Berichte, Erzählungen sammeln. Eine Verbindung herstellen zur eigenen Geschichte, zum Leben in der Diaspora, als Journalistin und Autorin in Deutschland. Ronya Othmanns Sätze sind klar und eindringlich – und stellen sich doch permanent selbst infrage: „Die Sprachlosigkeit liegt noch unter der Sprache, selbst wenn ein Text da ist.“ Über diese eindrückliche Suche nach Wahrheit, Identität und Worten spricht die Autorin mit ihrer Kollegin Ivna Žic.

Die Lesung findet in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg statt.


Wo? Literaturhaus Freiburg
Wann? 19.30 Uhr
Tickets? 9/6 EUR
Tickets für die Lesung gibt es hier.

Foto: © Paula Winkler

Details

Datum:
16. Mai
Zeit:
19:30 - 21:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

AMICA e.V.
Literaturhaus Freiburg

Veranstaltungsort

Literaturhaus Freiburg
Bertoldstraße 17
Freiburg, 79098
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