Unser Vorstand

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AMICA e.V. ist ein Verein, in dem hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeitende eng zusammen­arbeiten. Unsere ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder lenken und begleiten die Arbeit von AMICA. Sie werden alle zwei Jahre gewählt.

Dr. Gabriele Michel
Vorsitzende
im Vorstand seit 2012
Publizistin,
Bundesverdienstkreuz 2017

Rede zum Göttinger Friedenspreis

Gabriele Michel:Das erste öffentliche Ereignis, das ich bewusst erlebt habe, war der Mord an John F. Kennedy. Kindheit im Rheinland, geprägt von der autoritär-paternalistischen “Adenauerära” sowie dem Harmoniediktat der Wirtschaftswunderwelt. Abitur, Studium, Dozentin für Sprache und Literatur, Kinder. Nach vielen Jahren bei amnesty international suchte ich, als die Kinder in ihr eigenes Leben aufgebrochen waren, nach einer neuen politischen Heimat und stieß durch einen journalistischen Auftrag auf AMICA. Ich wusste schnell – das ist es!

Was mich ansprach und bis heute trägt: Die Verbindung von Frauenrechten und Menschenrechten, das konkrete politische Engagement ohne Ideologie und Parteibindung, mit einem offensiven und differenzierten sowohl feministischen wie auf gleichberechtigte Teilhabe hinarbeitenden Ansatz. Was ich nicht ahnen konnte war, wie stärkend und motivierend die Verbundenheit mit den Partnerinnen in unseren Projektländern wirkt. Ihr Mut und ihr im Wortsinn unermüdliches Engagement sind ansteckend. Durch diese Erfahrung sowie die spannende Zusammenarbeit mit dem Team in Freiburg ist die AMICA-Arbeit – ebenso wie der Kampf für Klimagerechtigkeit und ein wertschätzendes Zusammenleben mit Flüchtlingen aus allen Kulturen – eine zentrale Orientierung für mich geworden. Bekräftigung und Inspiration für ein Leben, in dem ich mich trotz des Bewusstseins vielfältiger Privilegien wohl fühle in einer Welt, an der gestaltend mitzuwirken manchmal sogar eine Ahnung von Sinn in sich birgt.”

Ruth Meßmer
Schriftführerin
im Vorstand seit 2015
Interne Fort- und Weiterbildung, Uni Freiburg

Video-Interview

Ruth Meßmer: “Eine begeisterte Schwarzwälderin, die sich schon immer für die Welt, Politik und Feminismus interessiert hat. Durch mein Studium der Soziologie und Geografie in Freiburg konnte ich diesen Interessen gut nachgehen. Ich arbeite hauptberuflich an der Universität Freiburg und bin dort verantwortlich für die Fortbildung und Entwicklung der Beschäftigten der Universität. Lokal verwurzelt, global vernetzt, politisch interessiert und feministisch geprägt fand ich den Verein AMICA e.V. schon immer unglaublich spannend.

2010 wurde ich ehrenamtliches Mitglied. Bereits bei dem ersten Treffen war ich begeistert über die Sachorientierung, das Engagement und die Vielfalt der Mitglieder von AMICA. Es machte von Anfang an Spaß mit vielen inspirierenden und herzlichen Menschen für eine gemeinsame Sache einzustehen. Über AMICA bin ich verbunden mit vielen unglaublich beeindruckenden Frauen in den unterschiedlichsten Ländern. Wir teilen manches, weil wir Frauen sind und uns unterscheidet vieles durch politische und sozioökonomische Bedingungen. Seit einigen Jahren bin ich im Vorstand von AMICA. Der Verein liegt mir sehr am Herzen. Ich gebe meine Zeit und mein Engagement gerne, denn AMICA und alle Menschen, die mit dem Verein verbunden sind, gibt mir ein Vielfaches zurück. “

Leona Cordi
Kassenwartin
im Vorstand seit 2017
Akademische Mitarbeiterin an der PH Freiburg

Leona Cordi:Gekommen um zu bleiben! Ein Praktikum im Rahmen meines kultur- und sozial­wissenschaftlichen Studiums führte mich 2012 erstmals zu AMICA. Nach einem Jahr Tätigkeit als Projektassistenz und anschließenden kurzen Stationen in Karlsruhe und Luzern bin ich seit 2017 neben meiner Stelle als akademische Mitarbeiterin und Mutter zweier Töchter im Vorstand aktiv. Auch acht Jahre nach meiner ersten Begegnung mit AMICA binden mich der Mut und die Tatkraft unser Projekt­partnerinnen sowie der solidarische Kampf für Selbst­bestimmung an AMICA im Allgemeinen und unsere Partnerinnen im Besonderen.”

Ute Morgenroth
Beisitzerin
im Vorstand seit 2014
Evangelisches Frauenwerk, Flensburg

AMICA und das Frauenwerk

Ute Morgenroth ist bei AMICA seitdem es AMICA gibt. Im Jahr 1992 gelangten die Verbrechen des Krieges im ehemaligen Jugoslawien an die Öffentlichkeit. Damals gehörte sie zu den „Frauen in Schwarz“: Jeden Samstagabend demonstrierte sie mit anderen Frauen in den Flensburger Straßen und protestierte gegen die massiven sexualisierten Kriegsverbrechen in Bosnien.

In der Zeitung erfuhr die Flensburgerin von einer Freiburger Initiative: Im sozio-kulturellen Zentrum Fabrik in Freiburg hatten zahlreiche Menschen beschlossen, nicht tatenlos zuzuschauen, wie ein weiterer geopolitischer Krieg Menschenleben und Existenzen zerstört. Sie sammelten Hilfsgüter, Bekleidung, Lebensmittel und Medikamente, mieteten einen LKW und machten sich auf die gefährliche Reise nach Tuzla, mitten ins Kriegsgebiet.

Ute Morgenroth und die anderen Frauen der „Frauen in Schwarz“ mussten nicht lange überlegen: Sofort begannen sie Pflegetaschen und Rucksäcke mit Hygieneartikeln für Frauen zu packen, die über Freiburg nach Tuzla transportiert wurden. So entstand von Flensburg aus der enge Kontakt zum Verein in Freiburg, der bis heute besteht. Eine große Solidarität und Freundschaft verbinden AMICA und die Frauenwerke der Nordkirche, die sich regelmäßig treffen und gemeinsame Aktionen koordinieren.

Unser Team

Wer arbeitet bei AMICA?


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Aktuell besteht das Team aus acht hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Von Freiburg aus leiten sie die Projekte in den jeweiligen Ländern, sowie die Öffentlichkeitsarbeit, das Fundraising und die Geschäftsführung.

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Auszeichnungen

Engagement wird geehrt


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Der langjährige Einsatz von AMICA in Kriegs- und Krisengebieten wird regelmäßig durch Preise gewürdigt. 2020 bekamen wir den Göttinger Friedenspreis und den Million Chances Award von Schwarzkopf.

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Aktiv werden!

Wie können Sie helfen?


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Sie möchten unterstützen? Solidarität kennt viele Wege! Es braucht oft nur die Initiativen tausender Alltagsheld*innen, um Gesellschaften zu bewegen. Vom Ehrenamt zu Anlass-Spenden, jedes Zeichen zählt.

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Spenden