Ukraine

Aufgrund der katastrophalen Notlage vor Ort fliehen immer mehr Menschen aus Mariupol und den besetzten Gebieten“, erklären unsere Partnerinnen. „Wenn diese Menschen es über die Demarkationslinie schaffen, sind sie in großer Not. Wir sind da und geben die erste Nothilfe.“ Der Krieg bringt neben Gewalt gegen Menschen und Zerstörung von wichtiger Infrastruktur auch einen Versorgungsmangel von Trinkwasser, Lebensmitteln und Strom mit sich – er ist lebensbedrohlich auf allen Ebenen. Unsere Partnerorganisation ist selbst geflohen und hat sofort begonnen, ihr Sicherheitsnetz für Überlebende wieder aufzubauen.

Die neue Anlaufstelle unserer Partnerorganisation in Dnipro ist schon seit Wochen in vollem Einsatz. Dort werden Frauen und Kinder, die die besetzten Gebiete verlassen konnten, medizinisch behandelt. Bei Bedarf erhalten sie psychologische Beratung. Fälle von sexualisierter Gewalt kommen häufig vor. Nur wenige Frauen trauen sich jedoch, vor der Polizei auszusagen. Diejenigen, die trotz aller Schwierigkeiten diesen Schritt tun möchten, werden vom Team unterstützt.

Es gibt aber viele Polizist*innen, die sich weigern, diese Fälle zu registrieren, unter anderem weil sie keine Erfolgschancen sehen, die Täter tatsächlich zu finden. Das wollen wir ändern und diese ‚Verweigerungen‘ strafbar machen. Dieser Schritt ist unabdingbar, damit Betroffene aussagen können und die Täter strafverfolgt werden“, so die Leiterin unserer Partnerorganisation.

Um dieses wichtige Anliegen und die besonderen Bedürfnisse von Frauen im Krieg zu vertreten, vernetzen sich unsere Partnerinnen aktiv und machen ihre Empfehlungen auf politischer Ebene bekannt – so z.B. vor kurzem bei der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa).

Weitere Nachrichten

Newsletter Dez. 2022


In diesem letzten Newsletter des Jahres geben wir Einblicke in unsere Projekte in der Ukraine, in Libyen und in Bosnien und Herzegowina. Wir bedanken uns noch mal ganz herzlich für die große Solidarität, die wir in diesem Jahr gespürt haben und wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit!

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Newsletter Nov. 2022


In unserem neuen Newsletter finden Sie Neuigkeiten zu unserer Arbeit in der Ukraine und in Libyen sowie alle AMICA-Veranstaltungen im November und Dezember. Sie wollen informiert bleiben? Hier können Sie das Formular ausfüllen und den Newsletter "AMICA in Kürze" abonnieren.

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Treffen in Warschau


Gestärkt und tief beeindruckt kommen wir aus Warschau zurück. Dort haben wir letzte Woche Anfang August seit Beginn des Angriffskriegs, unsere ukrainischen Partnerinnen Marina, Katerina und Olha persönlich getroffen. Es waren drei intensive Arbeitstage voller Verbundenheit und Menschlichkeit. Hier ein paar Reiseeindrücke.

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