Ukraine

„Aufgrund der katastrophalen Notlage vor Ort fliehen immer mehr Menschen aus Mariupol und den besetzten Gebieten“, erklären unsere Partnerinnen. „Wenn diese Menschen es über die Demarkationslinie schaffen, sind sie in großer Not. Wir sind da und geben die erste Nothilfe.“ Der Krieg bringt neben Gewalt gegen Menschen und Zerstörung von wichtiger Infrastruktur auch einen Versorgungsmangel von Trinkwasser, Lebensmitteln und Strom mit sich – er ist lebensbedrohlich auf allen Ebenen. Unsere Partnerorganisation ist selbst geflohen und hat sofort begonnen, ihr Sicherheitsnetz für Überlebende wieder aufzubauen.

Die neue Anlaufstelle unserer Partnerorganisation in Dnipro ist schon seit Wochen in vollem Einsatz. Dort werden Frauen und Kinder, die die besetzten Gebiete verlassen konnten, medizinisch behandelt. Bei Bedarf erhalten sie psychologische Beratung. Fälle von sexualisierter Gewalt kommen häufig vor. Nur wenige Frauen trauen sich jedoch, vor der Polizei auszusagen. Diejenigen, die trotz aller Schwierigkeiten diesen Schritt tun möchten, werden vom Team unterstützt.

„Es gibt aber viele Polizist*innen, die sich weigern, diese Fälle zu registrieren, unter anderem weil sie keine Erfolgschancen sehen, die Täter tatsächlich zu finden. Das wollen wir ändern und diese ‚Verweigerungen‘ strafbar machen. Dieser Schritt ist unabdingbar, damit Betroffene aussagen können und die Täter strafverfolgt werden“, so die Leiterin unserer Partnerorganisation.

Um dieses wichtige Anliegen und die besonderen Bedürfnisse von Frauen im Krieg zu vertreten, vernetzen sich unsere Partnerinnen aktiv und machen ihre Empfehlungen auf politischer Ebene bekannt – so z.B. vor kurzem bei der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa).

Weitere Nachrichten

Newsletter Oktober 26


In dieser Ausgabe nehmen wir euch wieder nach Kamerun mit, wo Krieg in den anglophonen Gebieten seit 2017 tobt. Ferner zeigen wir euch, wie wir unsere politische Bildungsarbeit ganz konkret gestalten. Gleichzeitig ist der Blick auf Deutschland unverzichtbar: Der Druck auf die Zivilgesellschaft wächst. Deshalb findet ihr hier hilfreiche Tools und Fakten. Umso wichtiger ist eure Solidarität. Danke, dass ihr an unserer Seite seid!

Weiterlesen

Newsletter August 26


Die Zeiten sind herausfordernd, bisweilen sogar düster. Doch diesem Gefühl wollen und werden wir uns nicht hingeben. Stattdessen setzen wir uns für das ein, was wir für richtig, gerecht und menschlich halten. Gerade der Sommer bietet ein wenig Raum, innezuhalten und darüber nachzudenken, in welcher Gesellschaft wir leben wollen – und was jede*r selbst dazu beitragen kann, um diese Vorstellung Wirklichkeit werden zu lassen.

Weiterlesen

Newsletter Mai 26


Im April haben wir ein Projekt in Kamerun gestartet. Dort setzt ein vergessener Krieg seit bald 10 Jahren Frauen und Mädchen genderspezifischer Gewalt aus. Im Osten der Ukraine, nah der Frontlinie, engagieren sich Gruppen und einzelne Frauen für die psychische und physische Stärkung ihrer Mitbürgerinnen. Mehr dazu, Neuigkeiten zu unserem Thema "Zivilgesellschaft unter Druck" und unsere Veranstaltungshinweise erfahren Sie in unserem Newsletter.

Weiterlesen

1 2 3 … 29
Spenden
AMICA e.V.
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.