Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
|
|
|
|
Unser Newsletter vom Februar 2026 |
|
Liebe Freund*innen,
es ist ein herausfordernder Jahresanfang gewesen. Doch den Widrigkeiten zum Trotz, berichten wir heute viel Neues und Hoffnungsvolles.
In Kairo bauen unsere Partnerinnen die Unterstützung für sudanesische geflüchtete Frauen weiter aus; in Syrien sollen die Rechte der Frauen in den Wiederaufbauprozess eingebunden werden, AMICA ist dabei.
|
|
|
Im Mittelmeer unterstützen wir SOS-Humanity bei einem geschlechtsspezifischen und traumasensiblen Betreuungskonzept auf ihrem neuen Rettungsschiff. Ferner hatte unsere Referentin Dagmar Ihlau ein Arbeitstreffen mit unseren ukrainischen Projektpartnerinnen, und dank eurer Spenden konnte eine PowerStation in die Ostukraine verschickt werden. Dieses Jahr planen wir eine intensivierte Bildungsarbeit sowie eine Publikation zur Einschränkung der Zivilgesellschaft in den Projektländern und hierzulande: Der CIVICUS Monitor hat Deutschland von „beeinträchtigt“ auf „beschränkt“ herabgestuft und Human Right Watch moniert den offiziellen Diskurs, der Diskriminierung verstärkt und die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen delegitimiert. In diesem Kontext hat der DEAB konkrete Forderungen für mehr Solidarität definiert. Wir berichten weiter. Ferner freuen wir uns sehr, unseren neuen Film über unsere Arbeit in Bosnien und Herzegowina zu präsentieren – beispielhaft für unsere Aktivitäten in allen Projektregionen. Wir sind voller Mitgefühl und Hoffnung für die Frauen, die nach erlebten Gräueltaten die Gesellschaft tragen. Das ist Zivilgesellschaft. In diesem Sinne wünschen wir euch und uns Mut und Erfolg für 2026!
|
|
|
|
Solidarische Grüße Eure AMICA-Team
|
|
AMICA
Wir suchen Verstärkung für unser Team
|
|
|
eine
Referent*in (m/w/d) für Politische Bildung und Community Management in Teilzeit, vorerst auf 2 Jahre befristet
|
|
|
|
Werde Teil unseres engagierten und kompetenten Teams. Mit spannenden und abwechslungvollen Aufgaben in einer innovativen, international tätigen Frauenrechtsorganisation. Die genaue Beschreibung der Stelle findest du hier.
Wir freuen uns auf dich!
|
|
|
|
Neues Projekt für sudanesische geflüchtete Frauen
|
|
|
„From sudanese community to sudanese community, from refugee to refugee, from woman to woman“ So erklärt Aisha von unserer feministischen Partnerorganisation Bana Group for Peace and Development das neue Projekt mit geflüchteten sudanesischen Frauen, das im Februar in Kairo gestartet ist.
|
|
|
|
|
Seit 2025 arbeitet AMICA mit Bana zusammen, und dank unserer Spender*innen konnten mehrere Workshops für schwer traumatisierte Frauen aus dem Sudan stattfinden.
Diesen Monat startet gemeinsam mit der SEZ ein größeres Projekt zur Stärkung des psychosozialen Wohlbefindens sudanesischer geflüchteter Frauen in Kairo – durch Safe Spaces, psychosoziale Unterstützung, Multiplikatorinnenarbeit und besseren Zugang zu Hilfsangeboten. Denn Krieg, Flucht, Misshandlungen und schwierige Lebensbedingungen im Exil belasten die Frauen stark.
Zugleich stehen Empowerment und Nachhaltigkeit im Fokus: Multiplikatorinnen aus der sudanesischen Community werden ausgebildet, Netzwerke aufgebaut und die Hilfsangebote in Kairo erfasst. Eine Broschüre soll außerdem die Erfahrungen der geflüchteten Frauen und Mädchen sichtbar machen, um weitere Betroffene Mut zu machen und um als Grundlage für Advocacy-Arbeit zu dienen. AMICA freut sich sehr, Teil dieses Projektes zu sein.
|
|
|
SYRIEN Gemeinsames Projekt mit der Syrian Women’s League |
|
|
Anfang 2025 berichtete uns die syrische Frauenrechtsverteidigerin Sabah Alhallak, die sich seit 1985 in der Syrian Women's League engagiert, über die Lage der syrischen Frauen nach dem Sturz Assads.
|
|
|
|
|
Ende November aktualisierte sie ihre Schilderung bei einem Vortrag in Freiburg und berichtete über die Entwicklung in Syrien nach 11 Monaten mit dem HTS-Machthaber Al-Scharaa. Fazit: Die Lage der Frauen in Syrien hat sich eindeutig verschlechtert. Daher startet die Syrian Women’s League ein neues Projekt vor Ort mit der Unterstützung von AMICA.
For a feminist transitional justice Um die massiven Menschenrechtsverbrechen unter und nach Assad gesellschaftlich und juristisch aufzuarbeiten, setzen sich unsere Partner*innen der Syrian Women’s League für eine faire, feministische „transitional justice“ (in dt. Vergangenheitsarbeit) in Syrien ein. Ziel ist es, dass Verbrechen der Vergangenheit nicht ungestraft bleiben und dass die Perspektiven und die Rechte von Frauen einbezogen werden – für ein gerechtes und demokratisches Syrien. Demnach vernetzt und schult unsere Partnerorganisation SWL Frauenrechtsaktivist*innen und Jurist*innen zu transitional justice in Damaskus und Umgebung.
|
|
|
SHRINKING SPACE in SYRIEN Große Sorge über die aktuelle Entwicklung |
|
|
Wir sind in großer Sorge über die aktuellen Entwicklungen in Rojava und stehen an der Seite unserer Partner*innen in Syrien. Gerade jetzt ist es entscheidend, die Zivilgesellschaft nicht allein zu lassen und Solidarität zu zeigen.
|
|
|
|
Mitte Januar rückten Truppen der islamistischen Übergangsregierung in das autonome Rojava (Nordostsyrien) vor. Ende Januar sah ein Abkommen / Waffenstillstand die Eingliederung Rojavas in neue syrische Strukturen vor. Nach den Massakern an Alawit*innen und Drus*innen im Vorjahr droht ein weiterer massiver Rückschlag für Demokratie und Freiheit. Besonders besorgniserregend ist die Rückkehr der IS-Ideologie.
Verheerende Lage für die Zivilbevölkerung Beobachter*innen berichten von massiver Gewalt und Menschenrechtsverbrechen durch die Regierungstruppen. Die humanitäre Lage ist verheerend. Tausende Menschen sind auf der Flucht. Für alle Menschen – Kurd*innen, Yesid*innen und andere Minderheiten – bedeutet die Rückkehr der islamistischen Gewalt auch die Rückkehr von Angst und Trauma. Frauen und Mädchen sind besonders von Gewalt und Unsicherheit betroffen.
|
|
|
|
Foto: Sabah Alhallak von unserer Partnerorganisation „Syrian Women’s League“ / AMICA e.V.
|
|
|
„Ich bin zutiefst besorgt über die aktuellen Entwicklungen im Nordosten Syriens. Die Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen und Kinder, sind massiv bedroht. Jede militärische Eskalation untergräbt die lokalen Bemühungen um Frieden und Stabilität. Ein nachhaltiger Frieden in Syrien kann ohne eine echte Beteiligung von Frauen nicht erreicht werden. Demokratie sowie Geschlechtergerechtigkeit sind unverzichtbare Grundlagen für eine gerechte und sichere Zukunft für ganz Syrien. Solidarität mit syrischen Frauen heißt: Die internationale Gemeinschaft muss ihrer Verantwortung nachkommen, Zivilist*innen zu schützen und feministische Initiativen zu unterstützen.”
|
|
|
|
|
Frauen an Bord der zivilen Rettungsschiffe schützen
|
|
|
Wer vor Krieg, Verfolgung, Hunger oder Klimakatastrophen fliehen muss, hat kaum legale Wege nach Europa. Viele nehmen deshalb die gefährliche Mittelmeerroute.
AMICA unterstützt die Seenotrettungsorganisation SOS-Humanity bei dem Schutz und der Betreuung von Frauen und Mädchen.
|
|
|
|
|
Vor der libyschen und tunesischen Küste rettet SOS-Humanity mit dem Rettungsschiff Humanity 1 Menschen aus Seenot. Seit August 2022 wurden 515 Frauen und Mädchen gerettet. Ein spezielles Schutz- und Betreuungskonzept gibt ihnen an Bord Sicherheit und Ruhe.
|
|
|
|
Das Konzept umfasst einen geschützten Bereich für Frauen und Kinder, eine Hebamme, gynäkologische Ausstattung und bei Bedarf Evakuierung in ein Krankenhaus, psychologische Betreuung sowie Begleitung und Unterstützung bis zur sicheren Ankunft im Hafen.
Mit dem Segelschiff Humanity 2 erhöht SOS-Humanity seine Rettungskapazität. Das Schutzkonzept wird dort angepasst und umgesetzt – mit der Unterstützung von AMICA.
|
|
|
|
Foto: ©Raphael Schumacher
|
|
|
|
Frauen auf der Flucht: Genderspezifische Gewalt Frauen und Mädchen sind in Migrationsstatistiken oft unsichtbar, fliehen aber ebenfalls über das Mittelmeer. Sie erfahren jedoch spezifische Gewaltformen wie weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, Ausbeutung und Zwangsprostitution sowie Vergewaltigung als Kriegswaffe. Diese genderspezifischen Gefahren enden nicht mit der Flucht aus dem Herkunftsland – auch unterwegs erleben viele weitere Gewalt und Ausbeutung. Insbesondere schwangere Frauen und Frauen mit kleinen Kindern sind zutiefst physisch und psychisch erschöpft.
|
|
|
„... Ich ging an Bord des Bootes und dieses Mal waren auch andere Frauen an Bord. Ich war sehr erleichtert, andere Frauen zu sehen; es gab mir ein Gefühl von Trost und Stärke. Wenigstens war ich nicht mehr allein unter Männern, wie es seit meiner Ankunft in Libyen der Fall gewesen war...” Jamila* flieht seit ihrer Kindheit. 2024 wurde sie als Erwachsene von der Crew der Humanity 1 gerettet. *Name geändert |
|
Last minute: Das Seenotrettungsschiff Humanity 1 wurde Mitte Februar von den italienischen Behörden für 20 Tage festgesetzt, nachdem es erneut dutzende von Menschen aus dem Meer gerettet hatte. Weitergehende Informationen zu unserer Partnerorganisation SOS-Humanity und zur aktuellen Situation findet ihr hier.
|
|
|
|
Intensives Projekttreffen in Warschau
|
|
|
Im Rahmen unseres Projektes mit Berehynia, unserer ukrainischen Partnerorganisation, ist unsere Projektreferentin Dagmar Ihlau nach Warschau gereist, zu einem intensiven Austausch und einem zweitätigen Workshop über Financial Strategy.
Foto: Moderatorin Viktoria Spashchenko (Mitte) mit unseren Projektpartnerinnen / AMICA e.V.
|
|
|
|
Gestartet ist das Projekt im April 2024 mit dem Ziel, von Krieg und Gewalt traumatisierte binnenvertriebene Frauen und Mädchen zu stärken: durch psychosoziale Begleitung, Selfcare-Maßnahmen sowie Weiterbildungskurse, die das Erwirtschaften eines eigenen Einkommens ermöglichen.
Begleitet von einer erfahreneren ukrainischen Moderatorin konnten die Teilnehmerinnen nicht nur praxisnahe Einblicke in die Finanzplanung von Projekten vertiefen, sondern auch Best Practices austauschen. Was wiederum für weitere Projekte in anderen Ländern angepasst werden könnte. |
|
„Der Austausch mit den Partnerinnen führt immer wieder vor Augen, welche konkrete Auswirkungen die Projekte auf die Frauen vor Ort haben.“ Dagmar Ihlau, AMICA-Referentin |
|
PowerStation in Prokov angekommen |
|
|
Im Dezember baten wir um Spenden für eine PowerStation, damit der geschützte Projektraum für Projektaktivitäten in Prokov weiterhin genutzt werden kann. Wie in den letzten Wochen mehrfach berichtet wurde, fällt der Strom in der Ukraine wegen Angriffe immer öfters aus; die Sicherheit und die Begleitung der Teilnehmerinnen können so nicht gewährleistet werden. Dank eurer Spenden konnten wir eine PowerStation in die Ostukraine schicken. Herzlichen Dank an alle Spender*innen, die dies ermöglicht haben!
|
|
|
Freundschaftsbänder für Prokov
|
|
|
Im Paket für Prokov befand sich außerdem ein außergewöhnliches Geschenk für die Teilnehmerinnen: elegante Holzketten und eine große Menge Holzsterne, um Freundschaftsbändchen zu knüpfen. Diese werden von einem hiesigen Kunsthandwerker hergestellt und an AMICA für die Frauen aus unseren Projekten gespendet. In Prokov trugen die Glückssterne zu einer entspannenden Runde bei. Daher möchten wir uns ganz herzlich für diese wunderbare und wohltuende Unterstützung bedanken!!
|
|
|
|
|
|