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Sensibilisierung

Konferenz.JPGDie UN Resolution 1325 wurde am 31. Oktober 2000 einstimmig vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie fordert, Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten zu schützen, ihre Rechte zu wahren und und sie gleichberechtigt an Friedensverhandlungen, Mediation und Wiederaufbau zu beteiligen.

Doch die Realität sieht anders aus. Von einer gerechten Teilhabe am öffentlichen Leben in den Projektregionen von AMICA e.V. kann meist nicht die Rede sein. Frauen sind kaum in den Schlüsselpositionen von Politik, Medien und Wirtschaft vertreten. Sie haben wenig Einfluss auf die Gestaltung des neuen Staatswesens und müssen befürchten, dass ihre Bedürfnisse und Vorstellungen auch in Zukunft zu wenig berücksichtigt werden. Vor allem in patriarchal geprägten Gesellschaften bedeutet dies, dass Frauen - wie auch Männer - nach dem Krieg in überholte Rollenmuster zurückgedrängt werden und zwar deutlich stärker als zuvor.

Dabei übernehmen Frauen bei der Schaffung und Wahrung eines dauerhaften Friedens eine wichtige Rolle. Oft gehen sie den ersten Schritt auf die Gegenseite zu und bekunden in Notzeiten Verständnis und Solidarität. Sie prägen die Werte künftiger Generationen und tragen dauerhaft zum Aufbau einer sozialen, gerechten und friedlichen Zivilgesellschaft bei.

In den Projektregionen arbeiten wir deshalb mit kompetenten und erfahrenen Partnerinnen und Partnern zusammen, um die Öffentlichkeit durch Kampagnen und Aufklärungsarbeit für die Gleichberechtigung der Geschlechter zu sensibilisieren. In der Lobbyarbeit suchen wir Kontakt zu MedienvertreterInnen, PolitikerInnen und MultiplikatorInnen und sprechen über Gleichstellung im öffentlichen Leben, Frauenrechte und die Stärkung von Frauen in Schlüsselpositionen.

Denn Frauen müssen am Wiederaufbau einer Gesellschaft beteiligt sein, wenn diese zukunftsfähig sein soll.