Chronik von AMICA e.V.
2012
Februar: Im Kosovo ist ein Treffen mit allen Partnerinnen des Projekts „Gewalt gegen Frauen bekämpfen“ geplant. Ziele sind ein intensiver Erfahrungsaustausch und eine stärkere Vernetzung der lokalen Organisationen. Gemeinsam entwickelt wird auch eine internationale Kampagne, die während der „16 Tage gegen Gewalt“ im Herbst stattfinden soll.
2011
Mai: Die Recherche in Libyen beginnt. Während und nach dem Bürgerkrieg kam es in dem nordafrikanischen Land offenbar zu gezielten Massenvergewaltigungen. AMICA e.V. prüft vorliegende Berichte und nimmt Kontakt zu Dr. Seham Sergewa und Souad Wheidi auf, die sich für betroffene Frauen und Mädchen einsetzen.
Juni: Das Drei-Jahres-Projekt „Gewalt gegen Frauen bekämpfen“ startet und vernetzt die AMICA-Partnerinnen in Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und den besetzten palästinensischen Gebieten. Finanziert wird das Projekt überwiegend vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
November: Die AMICA-Konferenz „Zwischen Rollenerwartung und Lebenswirklichkeit. Frauenbilder im Islam und ihr Einfluss auf die Entwicklungszusammenarbeit“ in Freiburg wird ein großer Erfolg.
Dezember: In Libyen beginnt ein Pilotprojekt zur Unterstützung kriegstraumatisierter und misshandelter Frauen.
2010
Januar: Im Kosovo beginnen die Hilfsmaßnahmen für alleinerziehende Mütter. Unter anderem wird ein landesweites SOS-Telefon eingerichtet, an das sich Frauen in Notsituationen wenden können.
April: AMICA e.V. nimmt zum ersten Mal mit der tschetschenischen Organisation „Syntem“ auf.
Im Sommer fährt erneut eine Gruppe von Jugendlichen aller Ethnien aus dem Kosovo ans Meer. Erzieherinnen begleiten die Arbeit in Workshops und die Freizeitaktivitäten.
Im Umland von Grosny klären Mitarbeiterinnen der AMICA-Partnerin "Frauenwürde" Mädchen an Schulen zu Gesundheitsfragen auf. Gruppen von Freiwilligen entstehen.
Oktober: AMICA wird mit dem Deutschen UNIFEM-Preis 2010 ausgezeichnet. Gewürdigt werden besonders "...die Bemühungen, die UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 als friedensfördernde Kraft in ehemaligen Konfliktgebieten zu nutzen." Die Preisverleihung findet in Berlin statt.
In Freiburg läuft die AMICA-Kampagne "AufRecht Stehen" mit Spots in Kinos, Postkarten- und Plakataktion und einer neu gestalteten Homepage.
2009
Januar: Die Friedensarbeit an mehreren Schulen beginnt. Geboten werden Workshops zu Menschenrechten, interkultureller Toleranz und Versöhnung.
Februar: In Banja Luka veranstaltet "Udruzene Zene" mit Unterstützung von AMICA e.V. eine Konferenz zu "Gendermainstreaming in Media. Experiences from the Region and from Western Europe".
Mai: Die Gesundheitsaufklärung in Tschetschenien auf das Umland von Grosny ausgeweitet. Auch in den Sommerferien nehmen die Mädchen an den Angeboten im Frauenzentrum teil.
September: Die Ergebnisse der Studie zur Situation alleinerziehender Mütter im Kosovo werden in Prizren öffentlich vorgestellt. Im Anschluss werden konkrete Hilfsmaßnahmen erarbeitet.
2008
Januar: In allen Frauenzentren in Bosnien werden Kindergruppen angeboten, die von Fachkräften betreut werden.
März: AMICA e.V. lädt 24 palästinensische Mädchen aus Israel und Palästina einer interkulturellen Begegnung mit Schülerinnen aus Freiburg ein.
März: Das Projekt zur Stärkung des Rechtsbewusstseins von Frauen und Mädchen in Tschetschenien beginnt seine Arbeit in Kooperation mit „Frauenwürde“ in Grosny, Tschetschenien.
Mai: AMICA e.V. führt Schulung für die Sprecherinnen der Frauenvereine in Bosnien durch.
September: Mit der Frauenorganisation „Dora Dores“ in Prizren, Kosovo startet AMICA e.V. eine Studie zur Lebenssituation von alleinerziehenden Frauen.
September: Tagung zum 15-jährigen Jubiläum von AMICA e.V. in Freiburg.
Oktober: AMICA e.V. beteiligt sich an einem Treffen von 32 MedienvertreterInnen, KandidatInnen und Vertreterinnen von Nichtregierungsorganisationen in Banja Luka, Bosnien. Besprochen wird die gendersensible Medienberichterstattung zum Kommunalwahlkampf.
November: Die Vorbereitungen zur Friedensarbeit in bosnischen Schulen laufen. Das Projekt startet im darauffolgenden Jahr.
2007
Januar: In Bosnien werden vier der sechs Frauenzentren, die mit Hilfe von AMICA e.V. von Rückkehrerinnen gegründet wurden, als eigenständige Vereine registriert. Das ganze Jahr steht im Zeichen der Vernetzung.
März: Anlässlich des Internationalen Frauentages fahren 65 Frauen und Kinder aus Dheisheh nach Jericho.
Mai: Die psychologische Betreuung wird auf mehreren Flüchtlingswohnheime und Schulen in Grosny, Tschetschenien, ausgeweitet.
Sommer: Die weiterverarbeiteten Produkte der Bäuerinnen im Kosovo, insbesondere eingelegte Paprika, finden in den Supermärkten im Kosovo sowie bei Händlern aus Albanien und Montenegro viele Abnehmer.
Juli: Im Flüchtlingscamp Dheisheh, Westjordanland, bietet AMICA e.V. zahlreiche Seminare zu Themen wie Psychische Gesundheit, Gewalt in der Familie oder Kindererziehung.
September: Das Frauenzentrum in Grosny berät verstärkt zu Themen wie Schwangerschaft und Verhütung, körperliche Entwicklung in der Pubertät, Infektionskrankheiten sowie häusliche Gewalt.
Dezember: AMICA e.V. organisiert Schulungen für die Betreuerinnen der Kindergruppen in Bosnien. 3. Winterhilfe für über 500 Flüchtlinge in Tschetschenien.
2006
Januar: Auftakt des von der EU geförderten Projektes “Ecofriendly farming and marketing in Kosovo“ in Kooperation mit der Caritas Schweiz.
Februar: Für acht Fachkräfte aus dem Behindertenbereich im Kosovo organisiert AMICA e.V. eine Fortbildung in Freiburg.
August: Fertigstellung der zwei Stockwerke zur Einrichtung eines Frauenzentrums in Dheisheh Palästina.
Weitere Jugendbegegnung mit kosovarischen TeilnehmerInnen in Ulcinj, Montenegro.
September: AMICA e.V. beginnt in Kooperation mit dem Frauenkomitee von „Ibdaa“ mit psychosozialen Angeboten für Frauen und Kinder im Camp Dheisheh.
November: Erste Kontakte zur Frauenorganisation „Dora Dores“ in Prizren/Kosovo.
Dezember: 2. Winterhilfe für über 500 Flüchtlinge in Tschetschenien.
2005
Januar: Beginn eines weiteren Versöhnungsprojektes mit Frauen aller Ethnien aus dem Kosovo, begleitet von einer internationalen Friedensfachkraft.
Februar: Libkan Bazaeva gewinnt mit sechs anderen MitklägerInnen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Russland wegen schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien.
März: Beginn der Zusammenarbeit mit dem Frauenzentrum „Frauenwürde“ in Grosny/Tschetschenien.
Juli: Foto-Versöhnungsprojekt der Kontaktgruppe Srebrenica- Tuzla in Bosnien und Ausstellung „Unsere Sicht. 12 Frauen aus Srebrenica / Von welcher Seite kommt ihr? 12 Männer aus Bosnien“ in der Ausstellungshalle L6 in Freiburg.
August: Erstes multiethnisches Jugendcamp mit TeilnehmerInnen aus dem Kosovo in Ulcinj/ Montenegro.
November: Besuch von 4 MitarbeiterInnen der Partnerorganisation „Udruzene zene“ aus Bosnien-Herzegowina zum ExpertInnenaustausch über Gender Mainstreaming in Freiburg.
2004
März: Im Kosovo kommt es zu Ausschreitungen gegen die dort verbliebene serbische Minderheit. Die albanischen Frauen von „Hareja“/ AMICA e.V. statten den serbischen Frauen einen Solidaritätsbesuch ab, dadurch kann die Zusammenarbeit zwischen den Frauen weitergehen.
Mai: Das Projekt für nach dem Krieg zurückgekehrte Frauen in Bosnien wird um zwei weitere Dörfer ausgebaut.
Juni: AMICA e.V. und das Frauenkomitee der palästinensischen Organisation „Ibdaa“ vereinbaren eine neue Kooperation.
Juli: Durchführung eines Versöhnungsprojektes in sechs ländlichen Gemeinden im Raum Banja Luka / Prijedor in Kooperation mit „Udruzene zene“.
Erstes Treffen mit Libkan Bazaeva, Gründerin des Frauenzentrums „Frauenwürde“ in Grosny, Tschetschenien.
November: Beginn des Baus von zwei Stockwerken zur Errichtung eines Frauenzentrums im Zentrum des Flüchtlingslagers Dheisheh , Palästina.
Durchführung von Winterhilfemaßnahmen für Kosovo und Bosnien. Finanziert vom Auswärtigen Amt, kauft und liefert AMICA an sozial schwache Familien Holz und Grundnahrungsmittel.
2003
Januar: Das Rückkehrprojekt in Bosnien beginnt: In vier Dörfern werden nach dem Modell der Stadtteilclubs in Tuzla Zentren für zurückgekehrte Frauen und Kinder eingerichtet.
Februar: Konferenz zum zehnjährigen Bestehen von AMICA e.V. in Freiburg.
In Mazedonien geht das Nähprojekt in Betrieb.
Juli: Im Kosovo öffnet das neu gebaute Frauenzentrum in Orahovac/ Rahovec mit einem Festakt am 12. Juli seine Türen.
Beginn der Zusammenarbeit mit der lokalen NRO „Udruzene zene“ in Banja Luka zur Sensibilisierung für Frauenrechte in der Öffentlichkeit.
September: Erste Projektreise und Kontakte nach Palästina/ Israel.
2002
Januar: „Amica hilft in Bosnien e.V.“ wird zu „AMICA e.V.“ AMICA e.V. beschließt eine Ausweitung der Aktivitäten in den Bereich Bekämpfung von Frauenhandel und Projektarbeit in Richtung Palästina/ Israel.
Mai: In Velika Hoca/Kosovo wird die Partnerorganisation „Jefimija“ als lokale NRO registriert und als gemeinnützig anerkannt.
April: Eröffnung der Frauenfahrschule in Orahovac/ Rahovec im Kosovo.
August: AMICA e.V. sammelt Schulpakete für sozial schwache Kinder in Mazedonien. Im Kosovo findet neben multiethnischen Kinderfreizeiten erstmals auch eine multiethnische Begegnungsfahrt für Frauen statt.
September: Koordinatorinnentreffen in Freiburg. Gemeinsam werden weitere Schritte in der Zusammenarbeit erarbeitet und eine intensivere Vernetzung zwischen den Partnerorganisationen vereinbart.
Im Projekthaus in Mazedonien starten multiethnische Vorschulklassen. Im Kosovo wird das Angebot um zwei Kindergruppen für behinderte Kinder erweitert. In Tuzla/Bosnien wird das „Zentrum für unternehmerische Tätigkeiten von Frauen“ eröffnet, in dem eine Wäscherei, aber auch andere Einkommen schaffende Maßnahmen Platz haben.
Dezember: Die Gärtnerei in Tuzla/BiH schließt nach mehreren Rückschlägen.
2001
Frühjahr: Die ethnischen Spannungen zwischen slawischen und albanischen Mazedoniern eskalieren. Im Kosovo verteilt AMICA e.V. Hygieneartikel und Kleider an Flüchtlinge aus Mazedonien. Die Partnerorganisation Hareja beginnt mit dem Bau eines Zentrums für Frauen und Kinder im Stadtzentrum von Orahovac/Rahovec.
Mai: Zusammenlegung der Stadtteilclubs in Solina und Slavinovici aufgrund der Spendeneinbrüche und der zunehmenden Rückkehr der Flüchtlinge, die in Solina lebten.
Juni: Versöhnungsprojekt Srebrenica-Tuzla: 12 bosniakische Frauen, die aus Srebrenica geflohen waren, und 12 serbische Frauen, die heute in Srebrenica leben, besuchen gemeinsam einen Workshop auf der Insel Brac.
Sommer: Trotz der ethnischen Spannungen in Mazedonien findet eine multiethnische Freizeit für Kinder aus sozial schwachen Familien am Ohridsee statt.
September: Die Projekte in Mazedonien bekommen ein neues Haus: AMICA e.V. zieht um in das „Pionierhaus“ im Stadtzentrum von Gostivar.
2000
Januar: AMICA e.V. beginnt die Arbeit in Orahovac/Rahovec im Kosovo. Auf albanischer wie auch auf serbischer Seite werden Zentren eröffnet. Programme für Frauen und Kinder starten, erste Maßnahmen zur Existenzsicherung werden initiiert. Kontakt gibt es nur über Satellitentelefone, der reguläre Flugbetrieb ist noch nicht wieder aufgenommen.
März: 6 Mitarbeiterinnen aus dem Beratungs- und Weiterbildungszentrum (vormals „Projekthaus“) in Tuzla/BiH besuchen AMICA e.V. und verschiedene Frauenorganisationen in Freiburg.
April: Eröffnung des Projekthauses in Gostivar/ Mazedonien. Vormittags werden Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder betreut. Der erste multiethnische Kindergarten wird eröffnet, nachmittags gibt es Angebote für einheimische Frauen aller Ethnien.
August: Koordinatorinnentreffen mit Mitarbeiterinnen aus Bosnien, Mazedonien und dem Kosovo in Freiburg. Ende August organisiert AMICA e.V. in Zusammenarbeit mit dem „Komitee für Grundrechte und Demokratie“ Ferien vom Krieg für 60 albanische, serbische und Roma-Kinder.
In Tuzla entwickelt sich aus den Schulprogrammen ein Versöhnungsprojekt zwischen Schulen im serbischen und im föderativen Teil Bosnien-Herzegowinas.
Oktober: AMICA e.V. bietet Schulkurse für Frauen im Kosovo an und ermöglicht einer Vielzahl von Frauen, ihren Schulabschluss nachzuholen.
1999
März: Beginn des Kosovokrieges. Der Vorstand von AMICA e.V. beschließt eine Ausweitung der Vereinsaktivitäten auf Mazedonien und Kosovo. Eine Vorbereitungsgruppe fährt nach Mazedonien und trifft sich dort mit lokalen Frauenorganisationen.
Juli: Beginn der Hilfsmaßnahmen in Gostivar/Mazedonien. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes verteilt AMICA e.V. Lebensmittel- und Hygienepakete.
September: In Mazedonien nehmen 60 Kinder an einer multiethnischen Ferienfreizeit teil. Eine Informationsfahrt in den Kosovo bringt noch keine klare Entscheidung über ein zukünftiges Projekt.
1998
Frühjahr: Angebot von Schulprogrammen für insgesamt 3192 Flüchtlingskinder, die aus Westeuropa nach Bosnien zurückkehren (1998-1999).
August: 250 Kinder nehmen an einem Urlaubsprogramm an der Adria teil.
November: Beginn des Versöhnungsprojekts Tuzla-Srebrenica. Die serbische Leiterin des neuen Clubs in Srebrenica besucht Flüchtlingsfrauen aus Srebrenica in den Stadtteilgruppen.
November: Erstes Urteil des Internationalen Tribunals für Verbrechen im früheren Jugoslawien (ICTY) wegen Vergewaltigung: Erstmals wurde Vergewaltigung völkerrechtlich als Kriegsverbrechen geahndet.
1997
Frühjahr: Aus „Amica – Hilfe für Menschen Im Krieg“ wird „Amica – hilft in Bosnien e.V.“ Eröffnung der Gärtnerei in Tuzla. Beginn der Abendschule für Frauen und Männer in Tuzla. Koordinationstreffen in Freiburg.
Mai: Eröffnung der Wäscherei. Eröffnung des Kindergartens.
August: 400 Kinder verbringen „Ferien vom Krieg“.
November: ECHO und AMICA e.V. veranstalten in Freiburg das Forum „Handeln statt vergessen“. Mit dabei: 200 TeilnehmerInnen, Hans Koschnik, MitarbeiterInnen des Auswärtigen Amtes, der Caritas und von ECHO.
1996
Juli: Gründung des bosnischen Partnervereins „Prijateljice“ (Freundin). Beginn mit Weiterbildungsprogrammen und Nähwerkstatt.
Herbst: Projekthausleitung geht an Altaira Kravac über. Mit Finanzhilfe des Komitees für Grundrechte organisiert AMICA e.V. erstmals für 185 Kinder Ferien an der Adria. Gründung des Clubs Solina.
1996 fahren 14 Transporte mit Lebensmitteln und Hygieneartikel.
1995
April: Koordinationstreffen mit sieben Organisationen. Gabriele Herbert übernimmt die Leitung des Projekthauses, Almut Dietrich die Büroleitung in Freiburg.
Mai: Am 25. Mai sterben in Tuzla 72 Jugendliche bei einem Granateneinschlag. Viele MitarbeiterInnen des Projekthauses verlieren Freunde und Verwandte. Einrichtung eines Nottelefons für Angehörige der Opfer.
Juli: Srebrenica fällt. Fast 8000 Menschen werden ermordet. Viele fliehen nach Tuzla. Eröffnung der ersten Stadtteilgruppe in Slavinovici namens „Prijatejica“, zu deutsch „Freundschaft“.
November: Eröffnung der Stadtteilgruppe in Simin Han. Die Clubs sind Anlaufstellen für Frauen, die das Programm des Projekthauses beendet haben.
Dezember: Friede von Dayton.
1995: 13 Transporte im Wert von 450.000 DM wurden nach Tuzla gefahren.
1994
Mai: Der Verein „Hilfe für Menschen im Krieg“ St. Märgen geht über in den Verein „Amica - Hilfe für Menschen im Krieg e.V.“.
Juli: Reiner Rothweiler wird in Tuzla für die Verteilung der Hilfsgüter fest angestellt.
Oktober: Eröffnung des Projekthauses am 31. Oktober.
November: Tuzla wird stark beschossen. Der Betrieb im Projekthaus darf wegen des Versammlungsverbotes nicht weitergeführt werden. Die Frauen kommen trotzdem. Weitere Hilfstransporte.
1993
Januar: Die Stadt Freiburg stellt als Lager für Hilfsgüter ein stillgelegtes Freibad zur Verfügung.
April: „Hilfe für Menschen im Krieg e.V.“, „Frauen helfen Frauen im Krieg“ und „Hilfe für Frauen und Kinder im Krieg Fabrik e.V.“ arbeiten in Freiburg zusammen. Ziel: Verteilung von Hilfsgütern in kroatischen Flüchtlingslagern und in Tuzla.
Juni: AMICA wird erstmals offiziell registriert als „Hilfe für Menschen im Krieg e.V.“.
August: Vorbereitungstreffen der Hilfsprojekte „Tuzla“ und „Ivanic Grad“ mit 15 Organisationen in Freiburg.
September: Elke Oehme übernimmt die erste hauptamtliche Stelle in Freiburg.
Oktober: Beginn der psychotherapeutischen, gynäkologischen und sozialtherapeutischen Arbeit im „Zentrum für Schutz und Hilfe der Frauen (Amica)“ in Tuzla durch Frau Dr. Kreitmeyer.
1993 wurden Hilfsgüter im Wert von ca. 300.000 DM gespendet.
1992
Januar: EU-Anerkennung für Slowenien und Kroatien.
April: EU erkennt Bosnien-Herzegowina als Staat an. Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen. Im ersten Kriegsmonat werden 1300 Zivilisten getötet.
Juni: Menschenrechtsverletzungen und massive Gewalt als Kriegswaffe gegen Frauen rütteln die Deutschen auf.
August: Erste Kontakte zu der Gynäkologin Frau Dr. Kreitmeyer in Tuzla.
Sommer: Beginn der „Bosnienhilfe“ in Freiburg. Lebensmitteltransporte
für kroatische Flüchtlingslager und nach Tuzla.