Sie sind hier: Startseite Projekte Libanon - Syrien Syrische Flüchtlinge stärken - Libanesinnen beraten

Syrische Flüchtlinge stärken - Libanesinnen beraten

Seit Beginn des Kriegs in Syrien nehmen die Anrainerstaaten Millionen von Flüchtlingen auf. Gemessen an seiner Einwohnerzahl bietet der Libanon weltweit den meisten Menschen Schutz. Die Lebensbedingungen sind jedoch katastrophal. Die Flüchtlinge werden nicht offiziell anerkannt, sondern nur als "Gäste" geduldet. Viele Menschen sind traumatisiert, es fehlen Versorgungsleistungen jeglicher Art. Besonders Frauen sind einem hohen Risiko ausgesetzt, Gewalt zu erleiden.

Behelfsmäßiges Flüchtlingslager im Libanon

Leben im Nirgendwo: Behelfsmäßiges Flüchtlingslager im Libanon. Foto: AMICA e.V., Christina Brun

Warum wir uns einsetzen – Unterstützung für Gastland und Gäste

Die wachsende Zahl der Flüchtlinge hat soziale und ökonomische Auswirkungen im Libanon. Es gibt keine offiziellen Flüchtlingslager. Die Menschen übernachten in verfallenen Häusern, leerstehenden Fabrikhallen, in Zelten, die sie notdürftig aus Planen errichtet haben. Der Libanon verleiht ihnen keinen offiziellen Status als Flüchtlinge. Es mangelt an praktisch allem: Strom- und Wasserleitungen fehlen, medizinische Versorgung und soziale Hilfe erreichen die Ärmsten der Armen nicht. Wegen geringer Bildungschancen und mangelnder beruflicher Weiterqualifikation haben sie kaum Aussicht auf Arbeit. In ihren Notunterkünften finden die Menschen weder Schutz vor der Kälte noch vor den zunehmenden Übergriffen. Vor allem Frauen sind sexueller Gewalt ausgesetzt. Durch die verzweifelte Lage nimmt auch die Gewalt innerhalb der Familien zu.

Was wir tun – Geschützte Räume, gezielte Hilfe

Gemeinsam mit unserer Partnerin vor Ort beraten wir Syrerinnen wie Libanesinnen in einem Zentrum in der Bekaa-Ebene. Wir klären über Gewalt gegen Frauen und über die Rechtslage auf und bieten Therapie-Workshops und Einzelsitzungen an. Außerdem können sich Frauen in Notsituationen über eine Telefon-Hotline beraten lassen. In schwerwiegenden Fällen helfen wir Frauen, einen Platz in einem Schutzhaus zu bekommen. Gleichzeitig bauen wir das bestehende Netzwerk weiter aus und klären die Bevölkerung über die Situation von Frauen aus Syrien und im Libanon auf.

Was wir erreichen – Weniger Gewalt, mehr Schutz

Wir verringern die Gefahren für Frauen, Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt zu werden, und sorgen dafür, dass sich die Zahl der Übergriffe in den Familien verringert. Gleichzeitig verbessern wir das Beratungsangebot für Syrerinnen und Libanesinnen. Dieses Engagement zeigt bereits Wirkung: Immer mehr Frauen lassen sich im Zentrum in Gesprächsführung und Frauenrechten weiterbilden, um in ihrem persönlichen Umkreis Menschen zu helfen. Im Zentrum unserer Partnerin finden die Klientinnen einen geschützten Raum, in dem sie zur Ruhe kommen können und kompetente Unterstützung erhalten. So schaffen wir eine kleine Insel der Sicherheit.

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt, der GRATIA Stiftung und durch Spenden an AMICA e.V. finanziert.

Weiter zu unseren Projekten in Libyen

Helfen Sie mit

Bereits 50 € sichern den Rechtsbeistand, 80 € die Weiterbildung und 150 € die psychologische Betreuung für eine Frau im Krisengebiet:

Jetzt spenden »

Jetzt Mitglied werden »

Jetzt aktiv werden »