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Friedensnobelpreis 2018: Starkes Zeichen gegen Gewalt

Hohe Auszeichnung für Dr. Denis Mukwege und Nadia Murad

Fotos: PINAULT/VOA [Public domain] (li.) und U.S. Department of State from United States [Public domain] (re)., via Wikimedia Commons

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an zwei Menschenrechtsaktivisten, die sich gegen sexualisierte Kriegsgewalt einsetzen. Das Nobelpreiskomitee zeichnet den kongolesischen Gynäkologen Dr. Dennis Mukwege und die irakische Jesidin Nadia Murad aus. Beide setzen sich mutig und mit hohem, persönlichem Risiko gegen Kriegsverbrechen ein, die gezielt an Frauen und Mädchen verübt werden.

Schockiert von der Gewalt während des Genozids in Ruanda und der Kongokriege, gründete Dr. Mukwege das Panzi-Hospital und behandelt in der gynäkologischen Abteilung seit fast 20 Jahren Frauen und Mädchen, die im Zuge der Auseinandersetzung misshandelt, missbraucht und verstümmelt wurden. Inzwischen gilt er weltweit als Experte auf diesem Gebiet. Unablässig weist Dr. Mukwege auf die Situation der Überlebenden hin und rüttelt die Weltgemeinschaft auf, sich endlich wirksam gegen die Gewalt zu stellen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Ein solcher Tabubruch ist gefährlich – 2012 entging der Arzt nur knapp einem Anschlag auf sein Leben. In einer ersten Stellungnahme widmete Dr. Mukwege „diesen Nobelpreis Frauen aus allen Ländern der Welt, die durch Konflikte geschädigt wurden und jeden Tag mit Gewalt konfrontiert sind.“ (1)

Eine dieser Frauen ist die Jesidin Nadia Murad, die in Gefangenschaft durch den Islamischen Staat Vergewaltigung, Folter und Versklavung erdulden musste. Über das Sonderkontingent für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak des Landes Baden-Württemberg gelangte sie nach ihrer Flucht nach Deutschland. Mittlerweile nimmt Nadia Murad öffentlich Stellung zur Gewalt, die sich gezielt gegen Frauen und Mädchen ihrer Glaubensgemeinschaft richtet. Unter anderem sprach sie 2015  vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und fordert die Aufklärung dieser Verbrechen. Die eigene Geschichte zu offenbaren und zur Stimme all jener zu werden, die verstummt sind, erfordert ungeheuren Mut. Dafür wird Nadia Murad nun zu Recht mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 


[1] https://www.reuters.com/article/us-nobel-prize-peace-reaction-mukwege/congolese-doctor-denis-mukwege-on-receiving-the-nobel-peace-prize-idUSKCN1MF1UC?feedType=RSS&. Übersetzung: AMICA e.V.

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